Deutsch­land lei­tet OSZE für ein Jahr

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

BER­LIN (dpa) - Au­ßen­mi­nis­ter Frank-Wal­ter St­ein­mei­er will die Ukrai­ne-Kri­se, den Kampf ge­gen den Ter­ror und den Ein­satz für die Men­schen­rech­te zu Schwer­punk­ten des deut­schen OSZE-Vor­sit­zes 2016 ma­chen. „Die OSZE wird in die­sen stür­mi­schen Zei­ten in Eu­ro­pa drin­gen­der ge­braucht denn je“, sag­te der SPDPo­li­ti­ker. „Es ist in un­se­rem ge­mein­sa­men In­ter­es­se, die OSZE als Dia­log­fo­rum und als Brü­cke zwi­schen Ost und West wei­ter zu fes­ti­gen.“

Deutsch­land über­nimmt den Vor­sitz in der Or­ga­ni­sa­ti­on für Si­cher­heit und Zu­sam­men­ar­beit (OSZE) in Eu­ro­pa am 1. Ja­nu­ar von Ser­bi­en für ein Jahr. Zu den 57 Mit­glied­staa­ten zäh­len al­le Län­der Eu­ro­pas, die USA, Ka­na­da, die Nach­fol­ge­staa­ten der So­wjet­uni­on und die Mon­go­lei. Vor­läu­fer war die Kon­fe­renz über Si­cher­heit und Zu­sam­men­ar­beit in Eu­ro­pa (KSZE), die im Kal­ten Krieg von 1975 an für Ent­span­nung im Os­tWest-Kon­flikt sor­gen soll­te.

Auch Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (CDU) und Frank­reichs Prä­si­dent François Hol­lan­de mach­ten sich am Mitt­woch er­neut da­für stark, dass in der Ost­ukrai­ne der brü­chi­ge Waf­fen­still­stand ein­ge­hal­ten wird. In ei­nem Ge­spräch mit dem rus­si­schen Prä­si­den­ten Wla­di­mir Pu­tin und sei­nem ukrai­ni­schen Amts­kol­le­gen Pe­tro Po­ro­schen­ko poch­ten sie zu­gleich auf den ra­schen Ab­zug schwe­rer Waf­fen aus dem Kri­sen­ge­biet, wie die stell­ver­tre­ten­de Re­gie­rungs­spre­che­rin Chris­tia­ne Wirtz in Ber­lin mit­teil­te.

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