EU-Bei­tritt auf Eis

Mer­kel will der­zeit kei­ne Ver­hand­lun­gen mit der Tür­kei

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - ERSTE SEITE -

BERLIN (sal) - Auf kei­nen Fall soll­ten der­zeit für die Tür­kei neue EU-Bei­tritts­ka­pi­tel ge­öff­net wer­den, sagt Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel. In der Frak­ti­ons­sit­zung der Uni­on bat sie die Ab­ge­ord­ne­ten, das auch in ih­ren Wahl­krei­sen klar­zu­ma­chen. Da­mit be­kräf­tig­te Mer­kel ei­gent­lich nur den Sta­tus quo. Doch wenn die Kanz­le­rin sich zur Tür­kei äu­ßert, hö­ren al­le ge­nau hin. Schließ­lich hat das im März zwi­schen der EU und der Tür­kei ge­schlos­se­ne Flücht­lings­ab­kom­men die Zahl der Flücht­lin­ge vor al­lem für Deutsch­land stark re­du­ziert. Der tür­ki­sche Eu­ro­pa­mi­nis­ter Ömer Ce­lik hat in Brüs­sel sei­ne War­nun­gen er­neu­ert, nach de­nen sein Land die Gren­zen für Flücht­lin­ge auch wie­der öff­nen könn­te. Die Tür­kei sei schließ­lich kein Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger, so Ce­lik.

Grü­nen-Chef Cem Öz­de­mir un­ter­stützt den Kurs der Bun­des­re­gie­rung. Das sei nur ein Nach­voll­zie­hen der Rea­li­tät, so Öz­de­mir. Wenn die Tür­kei wirk­lich Mit­glied der Eu­ro­päi­schen Uni­on wer­den möch­te, müss­te sie sich ra­di­kal än­dern. „Das tut sie nicht.“

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