Schar­fe Kri­tik an AfD we­gen Pres­se­aus­schluss beim Par­tei­tag

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - WIR IM SÜDEN -

STUTT­GART (lsw) - Für den Aus­schluss der Pres­se bei ih­rem Par­tei­tag ha­ben die an­de­ren Frak­tio­nen die AfD im Land­tag scharf kri­ti­siert. CDU-Frak­ti­ons­chef Wolf­gang Rein­hart sag­te am Mitt­woch: „Deutsch­land ist ein Land der Frei­heit, der Pres­se­frei­heit, das muss in Zu­kunft auch so blei­ben.“Ei­ne un­ab­hän­gi­ge Pres­se, die Viel­falt der Per­spek­ti­ven und der freie Wett­be­werb der Mei­nun­gen sei in der De­mo­kra­tie un­ver­zicht­bar. Uli Sckerl (Grü­ne) hielt der AfD vor, ein ge­stör­tes Ver­hält­nis zur Mei­nungs­frei­heit und zur Pres­se zu ha­ben. Die Mei­nungs­frei­heit en­de für die AfD of­fen­bar dort, wo es öf­fent­li­che Kri­tik an den ei­ge­nen Po­si­tio­nen ge­be.

Sy­rer dür­fen Kryp­ta in In­dus­trie­ge­biet bau­en

MANNHEIM (sz) - Ei­ne sy­rischor­tho­do­xe Ge­mein­de darf ih­re Kir­che in ei­nem In­dus­trie­ge­biet von Kir­chardt (Kreis Heil­bronn) um ei­ne Kryp­ta für ih­re ver­stor­be­nen Pfar­rer er­wei­tern. Das teil­te der ba­den-würt­tem­ber­gi­sche Ver­wal­tungs­ge­richts­hof mit. Die Rich­ter hat­ten 2011 zu­nächst der Stadt Bad Rap­penau recht ge­ge­ben, die ei­ne Bau­ge­neh­mi­gung ver­wei­gert hat­te. Die Kom­mu­ne fürch­te­te, ei­ne Be­gräb­nis­stät­te könn­te Re­geln zum Schutz der To­ten­ru­he er­for­der­lich ma­chen, die den Be­trieb be­nach­bar­ter Un­ter­neh­men be­ein­träch­ti­gen könn­ten. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat­te im Mai 2016 aber zu­guns­ten der Kir­chen­ge­mein­de ent­schie­den. Des­we­gen muss­te der Ver­wal­tungs­ge­richts­hof nun neu ent­schei­den.

Beim AfD-Par­tei­tag im No­vem­ber in Kehl (Or­ten­au­kreis) muss­ten Me­di­en­ver­tre­ter drau­ßen blei­ben. Der Par­tei­tag, bei dem die Lan­des­lis­te zur Bun­des­tags­wahl auf­ge­stellt wur­de, ver­wehr­te ih­nen per Be­schluss den Zu­gang, weil AfDMit­glie­der nach ei­ge­nen An­ga­ben ei­ne vor­ein­ge­nom­me­ne und se­lek­ti­ve Be­richt­er­stat­tung fürch­te­ten.

FDP-Frak­ti­ons­chef Hans-Ul­rich Rül­ke sag­te, wenn Men­schen für ein öf­fent­li­ches Amt wie für ein Bun­des­tags­man­dat auf­ge­stellt wür­den, ha­be die Öf­fent­lich­keit auch ein Recht, sich ein Bild zu ma­chen. Sa­bi­ne Wöl­f­le (SPD) sag­te, Par­tei­en müss­ten kri­ti­sche und auch ne­ga­ti­ve Be­richt­er­stat­tung aus­hal­ten.

Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren ge­gen sechs Po­li­zis­ten

STUTT­GART (lsw) - Ein Po­li­zist aus dem Süd­wes­ten steht un­ter dem Ver­dacht, der Reichs­bür­ger­be­we­gung an­zu­ge­hö­ren – nun läuft ein Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren ge­gen ihn. Der Be­am­te wur­de von sei­nen bis­he­ri­gen Auf­ga­ben ent­bun­den, sag­te ein Spre­cher von In­nen­mi­nis­ter Tho­mas Strobl (CDU) am Mitt­woch. Su­s­pen­diert sei er je­doch nicht. Al­ter und Ein­satz­ort woll­te das Mi­nis­te­ri­um aus Grün­den des Per­sön­lich­keits­schut­zes nicht nen­nen. Reichs­bür­ger er­ken­nen die Bun­des­re­pu­blik nicht an. Sie be­haup­ten, das Deut­sche Reich be­ste­he bis heu­te fort. Au­ßer­dem sind fünf ba­den-würt­tem­ber­gi­sche Po­li­zis­ten we­gen ei­ner mög­li­chen ex­tre­mis­ti­schen Hal­tung im Fo­kus des In­nen­mi­nis­te­ri­ums. Auch ge­gen sie lau­fen Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren.

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