„Land wirft uns St­ei­ne in den Weg“

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - SIGMARINGEN - Zur Ab­sicht des Lan­des, die Erst­auf­nah­me­stel­le in der ehe­ma­li­gen Ka­ser­ne dau­er­haft ein­zu­rich­ten, und zum ver­scho­be­nen Hal­len­bad schrei­ben Le­ser.

Die Mit­tel­stands- und Wirt­schafts­ver­ei­ni­gung der Christ­de­mo­kra­ten MIT re­agiert auf die Ent­schei­dung des In­nen­mi­nis­te­ri­ums über die Erst­auf­nah­me­ein­rich­tun­gen im Land vor al­lem als Dau­er­ein­rich­tung in Sigmaringen mit gro­ßem Un­ver­ständ­nis. Ei­ne Kle­in­stadt so zu über­frach­ten ist un­ver­ant­wort­lich ge­gen­über der Be­völ­ke­rung. Wir be­fürch­ten, dass die­se Ent­schei­dung den Kon­ver­si­ons­be­mü­hun­gen der Stadt ent­ge­gen­steht. Was sie nach dem Weg­gang der Bun­des­wehr be­nö­tigt, ist die An­sied­lung von Mit­tel­stand und In­dus­trie auf dem ehe­ma­li­gen Ka­ser­nen­ge­län­de, die qua­li­fi­zier­te Ar­beits­plät­ze in der Stadt schaf­fen. Nur so kön­nen wir ver­hin­dern, dass jun­ge, gut aus­ge­bil­de­te Men­schen un­se­rer Stadt den Rü­cken keh­ren. Dass dies in un­mit­tel­ba­rer Nach­bar­schaft zur größ­ten LEA des Süd­wes­tens ge­lin­gen kann, dar­an ha­be ich größ­te Be­den­ken.

Nicht nur, dass die Ver­hand­lun­gen mit der Bun­des­an­stalt für Im­mo­bi­li­en (Bi­ma) für an­sied­lungs­wil­li­ge Un­ter­neh­men hier mehr als schwie­rig sind. Jetzt wirft auch noch das Land hier St­ei­ne in den Weg, so se­he ich das als Kreis­vor­sit­zen­de der MIT. Als ab­so­lut un­ver­ständ­lich und ego­is­tisch emp­fin­de ich, wenn mit den be­trof­fe­nen Kom­mu­nen im Vor­feld nicht ge­spro­chen wur­de. Ich ap­pel­lie­re an die ver­ant­wort­li­chen Bun­des­und Lan­des­po­li­ti­ker, ein kla­res Be­kennt­nis zu Sigmaringen ab­zu­ge­ben. Mar­ga­re­te Rei­ser, Sigmaringen 2000 Asyl­be­wer­ber sind zu viel Mit Schre­cken ha­be ich ge­le­sen, dass die Auf­nah­me­stel­le noch auf­ge­stockt wer­den soll. Sigmaringen hat dann mit den an­de­ren Stand­or­ten zir­ka 2000 Asyl­be­wer­ber. Für Sigmaringen ist das ein­fach zu viel! Da kann die größ­te Stadt im Land­kreis – Bad Saul­gau – mit Scha­den­freu­de nach Sigmaringen bli­cken. Die ha­ben sich er­folg­reich ge­wehrt. Ist die Sig­ma­rin­ger Be­völ­ke­rung da­zu nicht fä­hig? Längst hät­te man ei­ne Pe­ti­ti­on an den Stutt­gar­ter Land­tag stel­len müs­sen! Ich hof­fe sehr, dass ich Sigmaringen bald ver­las­sen kann! Bri­git­te Kla­wit­ter, Sigmaringen Die Fan­kur­ve – für wen? Ein Hal­len­bad wä­re oh­ne Zwei­fel ein gro­ßer Ge­winn für die Sig­ma­rin­ger. Teu­er, aber mit Si­cher­heit aus­ge­las­tet. Un­se­re Schü­ler drän­gen sich schon jetzt in re­no­vie­rungs­be­dürf­ti­gen, viel zu klei­nen Lehr­schwimm­be­cken. Aber was man seit 1978 vor sich her­schiebt, kann man ru­hig bis zum Sankt-Nim­mer­leins­tag auf­schie­ben. Die völ­lig über­flüs­si­ge teu­re „Kur­ve“wur­de ge­plant und ge­baut! Das ging aber schnell! Ob­wohl wir in un­mit­tel­ba­rer Nä­he ei­nen lee­ren, nack­ten Platz ha­ben. Mag­da­le­na Kungl, Sigmaringen

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.