Land­tags-SPD wit­tert bei Tho­mas Strobl ei­ne Ver­men­gung von Funk­tio­nen

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - WIR IM SÜDEN -

STUTT­GART (kab) - Die Land­tags-SPD be­zwei­felt, dass Tho­mas Stro­bls Po­si­ti­ons­pa­pier zur Ver­schär­fung des Asyl­rechts kei­ner­lei Be­zug zu sei­nem Amt als In­nen­mi­nis­ter von Ba­den-Würt­tem­berg hat. Strobl hat­te das Pa­pier mit dem Ti­tel „Wer kein Blei­be­recht hat, muss ge­hen“in sei­ner Funk­ti­on als Par­tei-Vi­ze der Bun­des-CDU ent­wor­fen, wie er selbst be­tont. Dar­auf hat sich auch Mi­nis­ter­prä­si­dent Win­fried Kret­sch­mann (Grü­ne) be­zo­gen und sich aus die­sem Grund nicht in­halt­lich da­zu ge­äu­ßert.

Der SPD-Ab­ge­ord­ne­te Sa­scha Bin­der glaubt al­ler­dings, dass Strobl die­ses Tren­nungs­prin­zip miss­ach­tet hat. „Un­ser Ziel ist es, Klar­heit zu schaf­fen“, sag­te Bin­der der „Schwä­bi­schen Zei­tung“am Don­ners­tag. Tags zu­vor hat er beim In­nen­mi­nis­te­ri­um ei­ne An­fra­ge hier­zu ge­stellt.

Mann vor Gast­stät­te er­schos­sen

HECHINGEN (sz) - Vor ei­ner Gast­stät­te in Hechingen ist am Don­ners­tag­abend ein Mann er­schos­sen wor­den. Die Tä­ter flo­hen mit ei­nem ro­ten Klein­wa­gen, mut­maß­lich ein VW-Po­lo. Nach Po­li­zei­an­ga­ben wur­de aus dem vor­bei­fah­ren­den ro­ten Klein­wa­gen her­aus das Feu­er auf das Op­fer er­öff­net. Das Au­to weist nach Zeu­gen­an­ga­ben auf der Tür hin­ten links ei­nen dunk­len Fleck auf, mög­li­cher­wei­se ein Tier­kopf­auf­kle­ber, ähn­lich ei­nem Ti­ger­kopf.

Ge­ne­rel­les Fahr­ver­bot für Sau­schwänz­le­bahn ge­kippt

BLUMBERG (lsw) - Im ju­ris­ti­schen Tau­zie­hen um ein win­ter­li­ches Fahr­ver­bot für die Sau­schwänz­le­bahn im Schwarz­wald ha­ben die Bahn­be­trei­ber ei­nen Teil­er­folg er­zielt. Das von den Be­hör­den aus­ge­spro­che­ne Ver­bot gel­te nicht für die ge­sam­te Stre­cke, ent­schied der Ver­wal­tungs­ge­richts­hof Ba­denWürt­tem­berg in Mannheim in ei­nem am Don­ners­tag ver­öf­fent­li­chen Ur­teil. In drei der ins­ge­samt sechs Tun­nel der Bahn sei Win­ter­be­trieb mög­lich, in den drei an­de­ren wur­de das Ver­bot be­stä­tigt. Ob die Bahn nun fährt, ist un­klar. Ein Be­trieb auf Teil­stre­cken wer­de erst ge­prüft, hieß es.

Fünf neue Ster­ne für Re­stau­rants im Süd­wes­ten

KARLSRUHE (lsw) - Fünf Re­stau­rants kön­nen sich in Ba­den-Würt­tem­berg neu mit „Mi­che­lin“-Ster­nen schmü­cken – dar­un­ter das „Schat­t­buch“in Amt­zell (Land­kreis Ra­vens­burg). Neue Ein-Ster­neAdres­sen in der Aus­ga­be des „Gui­de Mi­che­lin“für 2017 sind zu­dem die „Al­te Post“in Na­gold (Kreis Calw), die „Guts­schen­ke“in Lud­wigs­burg so­wie „Oet­tin­ger’s Re­stau­rant“in Fell­bach (Rems-Mur­rK­reis). Zu­dem rückt das Mann­hei­mer Re­stau­rant „Opus V“in die Zwei-Ster­ne-Ka­te­go­rie vor. Der Süd­wes­ten hat 74 ge­krön­te Re­stau­rants – so vie­le wie kein an­de­res Bun­des­land. Al­lein in Stutt­gart gibt es dem „Gui­de“zu­fol­ge acht Ster­neLo­ka­le. („Re­stau­rant Ba­reiss“). Auch Jörg Sack­mann vom Re­stau­rant „Schloss­berg“im Orts­teil Schwar­zen­berg kann sich wei­ter mit zwei Mi­che­lin-Ster­nen schmü­cken. So will die SPD vom In­nen­mi­nis­te­ri­um et­wa wis­sen, ob es an der Er­stel­lung des Pa­piers be­tei­ligt war – was ei­ne Miss­ach­tung des Tren­nungs­prin­zips be­deu­ten wür­de. Auch hakt die SPD nach, wie es da­zu kam, dass Strobl in ei­nem Fern­seh­in­ter­view, das im Mi­nis­te­ri­um auf­ge­zeich­net wur­de, zum Pa­pier Stel­lung be­zog. Und war­um Stro­bls Mi­nis­te­ri­ums­spre­cher da­bei an­we­send war.

Die SPD will au­ßer­dem wis­sen, ob das Pa­pier The­ma wäh­rend der jüngs­ten In­nen­mi­nis­ter­kon­fe­renz in Saar­brü­cken war und ob es zu­vor an­ge­mel­det wor­den war. Auch dann wä­re die Trenn­li­nie zwi­schen Stro­bls ver­schie­de­nen Funk­tio­nen über­schrit­ten.

Das In­nen­mi­nis­te­ri­um hat nun drei Wo­chen Zeit, auf die SPDAn­fra­ge zu ant­wor­ten.

Be­wer­tung der Po­li­zei­re­form bis zum Früh­jahr 2017

STUTT­GART (lsw/sz) - Die Po­li­zei­re­form soll bis En­de März 2017 be­wer­tet sein. Dann sol­len die Er­geb­nis­se der Eva­lu­ie­rung vor­lie­gen, wie In­nen­mi­nis­ter Tho­mas Strobl (CDU) am Don­ners­tag im Land­tag sag­te. Nach sei­nen Wor­ten wird Grün-Schwarz die Re­form der grün-ro­ten Vor­gän­ger­re­gie­rung aber nicht voll­stän­dig zu­rück­dre­hen. Mit Rück­sicht auf die lau­fen­de Eva­lu­ie­rung hat­te Strobl ei­ni­ge Bau­maß­nah­men in Po­li­zei­prä­si­di­en auf Eis ge­legt. Sie wür­den nun nach und nach im Lan­des­haus­halt frei­ge­ge­ben – vor­aus­ge­setzt, die Eva­lu­ie­rung ha­be zu den kon­kre­ten Pro­jek­ten ein po­si­ti­ves Er­geb­nis er­ge­ben, sag­te er. Vor die­sem Hin­ter­grund wur­de der Baustart für das als be­son­ders ma­ro­de gel­ten­de Po­li­zei­re­vier in Ra­vens­burg of­fen­bar er­neut ver­scho­ben. Noch im Ok­to­ber hat­te So­zi­al­mi­nis­ter Man­fred Lu­cha (Grü­ne) den Bau­be­ginn für Fe­bru­ar 2017 an­ge­kün­digt. Der Zeit­plan sei aber schon wie­der vom Tisch, be­stä­tig­te das Ra­vens­bur­ger Amt für Ver­mö­gen und Bau der „Schwä­bi­schen Zei­tung“.

Land­tag wählt Brink zum Da­ten­schutz­be­auf­trag­ten

STUTT­GART (lsw) - Der neue Da­ten­schutz­be­auf­trag­te Ste­fan Brink for­dert ei­ne früh­zei­ti­ge Ein­bin­dung bei Vor­ha­ben von Lan­des­re­gie­rung oder Be­hör­den, bei de­nen sein Ein­fluss­ge­biet be­rührt ist. Dann könn­ten mög­li­che Kon­flik­te schon früh­zei­tig be­spro­chen wer­den, sag­te der 49 Jah­re al­te Ju­rist in Stutt­gart am Don­ners­tag. Der Da­ten­schutz­be­auf­trag­te dür­fe nicht nur Feu­er­wehr spie­len. Brink wur­de vom Land­tag mit gro­ßer Mehr­heit zum Nach­fol­ger von Jörg Kling­beil ge­wählt, der be­reits in den Ru­he­stand ge­tre­ten ist. Er war bis­lang stell­ver­tre­ten­der Da­ten­schutz­be­auf­trag­ter in Rhein­land-Pfalz. Sein neu­es Amt tritt Brink am 1. Ja­nu­ar an. Die Grü­nen hat­ten in der Lan­des­re­gie­rung für den Pos­ten das Vor­schlags­recht. Brink selbst ist Mit­glied der FDP.

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Sa­scha Bin­der (SPD).

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Ste­fan Brink

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