Is­la­mist war bei den Grü­nen ak­tiv und en­ga­gier­te sich so­zi­al

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

DÜS­SEL­DORF/BER­LIN (dpa) - Er­mitt­ler ha­ben nach der Fest­nah­me des mut­maß­li­chen Is­la­mis­ten beim Ver­fas­sungs­schutz kei­ne Er­kennt­nis­se über ein ex­tre­mis­ti­sches Netz­werk in­ner­halb des Ge­heim­diens­tes. Über den 51-Jäh­ri­gen wer­den un­ter­des­sen im­mer neue De­tails be­kannt. Zur Fa­mi­lie des Ver­däch­ti­gen ge­hört auch ein schwer kran­kes Kind, um das sich der Mann küm­mer­te. Laut „Ex­press“und „Bild“-Zei­tung war der Deut­schSpa­nier bei den Grü­nen ak­tiv und en­ga­gier­te sich so­zi­al. In sei­nem Par­al­lel­l­e­ben trat der Mann nach Be­rich­ten von „Wa­shing­ton Post“und „Bild“-Zei­tung als Por­no­dar­stel­ler auf, seit De­zem­ber 2015 fir­mier­te er als Mit­in­ha­ber ei­nes Tat­too-Stu­di­os, wäh­rend er kon­ver­tier­te und sich un­be­merkt ra­di­ka­li­sier­te.

Der Ver­däch­ti­ge war im April 2016 als Quer­ein­stei­ger ein­ge­stellt wor­den, um die is­la­mis­ti­sche Sze­ne zu ob­ser­vie­ren. In ei­nem Chat ge­riet er an ei­nen an­de­ren Ver­fas­sungs­schüt­zer und flog auf. Er hat­te ge­stan­den, sich im In­ter­net un­ter fal­schem Na­men is­la­mis­tisch ge­äu­ßert und Di­enst­ge­heim­nis­se ver­ra­ten zu ha­ben. Die Fahn­der vom Ver­fas­sungs­schutz wur­den nach der Ver­haf­tung des mut­maß­li­chen Hil­des­hei­mer ISSym­pa­thi­san­ten Abu Wa­laa am 8. No­vem­ber auf den Mann auf­merk­sam.

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