Er­fin­der des Big Mac ge­stor­ben

Micha­el „Jim“Del­li­gat­ti wur­de 98 Jah­re alt – Sei­ne Krea­ti­on wur­de zum Ver­kaufs­hit von McDo­nald’s

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - JOURNAL -

CHI­CA­GO (AFP) - In der Ge­schich­te des Fast Food war er ein Pio­nier: Micha­el „Jim“Del­li­gat­ti er­fand vor fast ei­nem hal­ben Jahr­hun­dert den „Big Mac“, den welt­weit po­pu­lä­ren dop­pel­stö­cki­gen Cheese­bur­ger. Nun ist Del­li­gat­ti mit 98 Jah­ren in sei­nem Haus in ei­nem Vo­r­ort von Pitts­burgh im US-Bun­des­staat Ohio ge­stor­ben, wie sei­ne Fa­mi­lie mit­teil­te.

Del­li­gat­ti schuf den Big Mac, als er Be­trei­ber ei­ner McDo­nald’s-Fi­lia­le im Bun­des­staat Penn­syl­va­nia war. Von dem Un­ter­neh­men be­kam er 1967 die Er­laub­nis, ei­ne vo­lu­mi­nö­se­re Va­ri­an­te des Cheese­bur­gers aus­zu­pro­bie­ren. Sein Me­ga-Bur­ger be­stand aus zwei Rind­fleisch­bu­let­ten und drei Brot­schei­ben. Dank des Big Mac nah­men sei­ne Um­sät­ze um zwölf Pro­zent zu – und McDo­nald’s über­nahm Del­li­gat­tis Idee und bot den dop­pel­stö­cki­gen Cheese­bur­ger lan­des­weit an.

Der Big Mac wur­de qua­si zu ei­ner Iko­ne der Fast-Food-Kul­tur. Del­li­gat­ti blieb je­doch be­schei­den. Er sag­te, die Idee stam­me ur­sprüng­lich von kon­kur­rie­ren­den Ham­bur­ger-Re­stau­rants. „Dies war nicht wie die Er­fin­dung der Glüh­bir­ne“, zi­tier­te ihn ein­mal die „Los An­ge­les Ti­mes“. „Die Glüh­bir­ne war schon da. Ich ha­be sie nur ein­ge­schraubt.“

Mit sei­ner Ge­schäfts­idee setz­te Del­li­gat­ti gleich­wohl ein Ren­nen der Fast-Food-Ket­ten um im­mer grö­ße­re Ge­rich­te in Gang. We­gen der Aus­brei­tung von Über­ge­wicht in den USA und an­de­ren west­li­chen Län­dern ge­rie­ten die Mahl­zei­ten bei McDo­nald’s und an­de­ren Schnell­im­biss­ket­ten im Lau­fe der Jah­re al­ler­dings im­mer stär­ker in die Kri­tik.

In­zwi­schen geht der Trend in der Fast-Food-Bran­che längst zu ge­sün­de­ren Ge­rich­ten. McDo­nald’s hat sich selbst ein ge­sün­de­res Image mit Sa­la­ten und Wraps ver­ord­net, al­ler­dings ist der Big Mac im­mer noch ein Ren­ner. Welt­weit wür­den jähr­lich Hun­der­te Mil­lio­nen der Dop­pelCheese­bur­ger ver­kauft, teil­te der Kon­zern in ei­nem State­ment zum Tod Del­li­gat­tis mit.

Die Fast-Food-Ket­te wür­dig­te den Ver­stor­be­nen als ei­nen „le­gen­dä­ren Fran­chise­neh­mer“und „klu­gen Ge­schäfts­mann“, der das Un­ter­neh­men auf Dau­er ge­prägt ha­be. Del­li­gat­ti selbst führ­te nach An­ga­ben sei­ner Fa­mi­lie 48 McDo­nald’s-Re­stau­rants.

FO­TO: DPA

Der be­kann­tes­te Bur­ger der Welt: der Big Mac.

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