Ha­cker­at­ta­cke auf An­dro­id-Smart­pho­nes

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - JOURNAL -

NEW YORK (AFP) - Ei­ne Mil­li­on Smart­pho­nes mit dem Be­triebs­sys­tem An­dro­id von Goog­le sind nach An­ga­ben des is­rae­li­schen Si­cher­heits­dienst­leis­ters Check Po­int bis­her zu Op­fern ei­nes groß­an­ge­leg­ten Ha­cker-An­griffs ge­wor­den. Die Goog­le-Kon­ten der be­trof­fe­nen Nut­zer sind mit ei­ner so­ge­nann­ten Mal­wa­re na­mens „Goo­li­gan“in­fi­ziert.

Die­se Schad­soft­ware sei in der La­ge, auf den Ge­rä­ten ge­spei­cher­te E-Mail-Adres­sen, Pass­wör­ter und wei­te­re Da­ten aus Googles E-Mail­Pro­gramm Gmail und an­de­ren Di­ens­ten wie Goog­le Pho­tos oder Goog­le Docs zu ent­wen­den. Be­trof­fen sind den An­ga­ben zu­fol­ge Ge­rä­te mit den An­dro­id-Ver­sio­nen 4.0 und 5.0. Dies sei­en 74 Pro­zent der An­dro­id-Smart­pho­nes. Von den be­trof­fe­nen Ge­rä­ten wer­den nach An­ga­ben von Check Po­int rund neun Pro­zent in Eu­ro­pa ver­wen­det und 57 Pro­zent in Asi­en.

„Goo­li­gan“ge­ra­te auf das Smart­pho­ne, wenn der Nut­zer ei­ne mit der Mal­wa­re in­fi­zier­te App her­un­ter­la­de oder ei­nen be­trü­ge­ri­schen Link in ei­ner E-Mail an­kli­cke, warnt das Un­ter­neh­men. Goog­le ha­be zu­ge­sagt, Maß­nah­men zum Schutz der Ver­brau­cher zu er­grei­fen, äu­ßer­te sich aber zu­nächst nicht zu den In­for­ma­tio­nen.

Un­ter der In­ter­net­adres­se goo­li­gan.check­point.com kön­nen Smart­pho­ne-Be­sit­zer prü­fen, ob ihr Ge­rät in­fi­ziert ist. Ist das der Fall, soll­te das Be­triebs­sys­tem kom­plett neu in­stal­liert wer­den.

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