Für den Wo­chen­markt gibt es noch kei­ne Lö­sung

Nach ei­ner Prü­fung bleibt der Rat­haus­platz der güns­tigs­te Stand­ort – Nach­tei­le sol­len mi­ni­miert wer­den

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - ALB / LAUCHERT - Von Jen­ni­fer Kuhl­mann

MEN­GEN - Seit knapp zwei Jah­ren fin­det der Men­ge­ner Wo­chen­markt diens­tags und sams­tags vor dem Rat­haus statt. Zu die­sem Zweck wird die Haupt­stra­ße ge­sperrt und der Ver­kehr über die Pfarr­stra­ße, die Char­lot­ten­stra­ße und die Mitt­le­re Stra­ße (und um­ge­kehrt) um­ge­lei­tet. Ein­zel­händ­ler und Ein­woh­ner hat­ten in re­gel­mä­ßi­gen Ab­stän­den dar­auf hin­ge­wie­sen, dass sie den Stand­ort für un­güns­tig hal­ten und die Sper­rung nach­tei­lig fürs Ge­schäft sei und Last­wa­gen die Um­lei­tung nur be­dingt nut­zen kön­nen.

Bei der Kun­den­be­fra­gung und in­ner­halb des Len­kungs­krei­ses zur Stand­ort­of­fen­si­ve hat sich Mat­thi­as Prül­ler von der Ima­komm Aka­de­mie GmbH des­halb ge­zielt noch ein­mal mit dem The­ma aus­ein­an­der­ge­setzt. Die Kun­den, die an der Um­fra­ge teil­ge­nom­men ha­ben, prä­fe­rie­ren den Platz an der Mar­tins­kir­che. Auch Man­fred Moll, Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der der CDU hat­te mehr­fach durch­bli­cken las­sen, dass man die­sen Stand­ort vor­zie­he. Nach Um­fra­gen fin­den Ima­komm und Len­kungs­kreis den Markt als er­hal­tens­wer­ten An­zie­hungs­punkt. Es wur­den noch ein­mal mög­li­che Stand­or­te zu ih­rer Mach­bar­keit ge­prüft. „Grund­sätz­lich gilt, dass wir bei al­len Stand­or­ten Sper­run­gen ein­rich­ten müss­ten“, so Bür­ger­meis­ter Ste­fan Bubeck.

Kreuz­platz: Die­ser Platz kommt auf­grund der Be­ein­träch­ti­gung des öf­fent­li­chen Nah­ver­kehrs (Bus­hal­te­stel­le) nicht mehr in­fra­ge.

Auf dem Hof: Hier wür­den re­la­tiv vie­le Park­plät­ze weg­fal­len. Für die Stand­be­trei­ber ist der Stand­ort zu ver­steckt und un­at­trak­tiv und des­halb ein K.O.-Kri­te­ri­um.

Schil­ler­gar­ten: Der Be­reich wür­de sich prin­zi­pi­ell eig­nen, al­ler­dings ist er in sei­nem jet­zi­gen Zu­stand schwie­rig für die Stand­be­trei­ber. Die Lauf­we­ge in die In­nen­stadt sind ver­gleichs­wei­se un­güns­tig, was Kopp­lungs­ef­fek­te ver­rin­gert.

Rat­haus: Bis zu 15 Stän­de ha­ben hier Platz, den Be­trei­bern ge­fällt der Stand­ort. Es fal­len kei­ne Park­plät­ze weg und gibt ge­nü­gend im Um­feld. Als Vor­teil wur­de ge­wer­tet, dass die schwä­che­re süd­west­li­che In­nen­stadt be­lebt wird und nur we­ni­ge Ein­zel­händ­ler di­rekt be­trof­fen sind. Als Nach­teil wer­den die Um­lei­tung des Durch­gangs­ver­kehrs der Haupt­stra­ße und die Er­reich­bar­keit des an­de­ren En­des der In­nen­stadt ge­se­hen.

Mar­tins­kir­che: Auf dem Platz ne­ben der Mar­tins­kir­che am Fuhr­manns­brun­nen ha­ben nur zwei Stän­de Platz. Um noch bis zu sechs wei­te­re Stän­de un­ter­zu­brin­gen, müss­ten der Platz vor dem Ein­gang der Mar­tins­kir­che ver­wen­det und ab­ge­sperrt wer­den. „Die Sper­rung müss­te schon am Be­ginn der St.-Mar­tinsStra­ße und der Neu­en Stra­ße ein­ge­rich­tet wer­den, da es sonst kei­ne aus­rei­chen­de Wen­de­mög­lich­keit gibt“, sag­te Bubeck und ver­wies dar­auf, dass man even­tu­ell mehr Spiel­raum ge­habt hät­te, wenn die Stadt Men­gen selbst ei­ne un­te­re Ver­kehrs­be­hör­de ein­ge­rich­tet hät­te. Das hat­ten aber die Ge­mein­de­rä­te mehr­heit­lich ab­ge­lehnt. Durch die Sper­rung wür­den nicht nur Zwei­rad Ba­cher und Ta­bak Saut­ter die Zu­fahr­ten ge­sperrt, son­dern auch der Arzt­pra­xis. „Das kön­nen wir nicht ma­chen“, so Bubeck. Im Len­kungs­kreis, dem auch Ein­zel­händ­ler an­ge­hö­ren, hat man kei­ne Al­ter­na­ti­ve zum Rat­haus­platz ge­fun­den. „Ei­ne gu­te Lö­sung kön­nen wir nicht an­bie­ten“, sag­te auch Mat­thi­as Prül­ler von Ima­komm. Des­halb set­ze man nun zu­nächst auf die Mi­ni­mie­rung der vor­han­de­nen Nach­tei­le am Rat­haus­platz. Die Be­schil­de­rung der Um­lei­tun­gen soll ver­bes­sert und Kun­den zu den Um­lei­tun­gen mit ei­nem Um­lei­tungs­fly­er in­for­miert wer­den.

FO­TO: AR­CHIV

Der Stand­ort des Mark­tes wird im­mer noch dis­ku­tiert.

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