Gast­künst­le­rin aus Müns­ter stellt im Al­ten Schlacht­hof aus

Ana­st­a­siya Nes­te­ro­va wid­met sich in ih­ren Wer­ken Brü­cken, Blatt­gold und Be­lang­lo­sig­kei­ten

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - SIGMARINGEN -

SIG­MA­RIN­GEN (gl) - Un­ter dem Ti­tel „Über Brü­cken, Blatt­gold, Be­lang­lo­sig­kei­ten“wird die Gast­künst­le­rin Ana­st­a­siya Nes­te­ro­va aus Müns­ter Farb­holz­schnit­te in den Ate­liers im Al­ten Schlacht­hof vom 4. bis 18. De­zem­ber zei­gen. Am ers­ten Sonn­tag wird sie zu­dem um 11 Uhr Ein­blick in ihr Ar­bei­ten ge­ben.

Die auf der Krim ge­bo­re­ne Künst­le­rin lebt seit zwölf Jah­ren in Müns­ter. Sie stu­dier­te in Odes­sa Ma­le­rei und in Müns­ter Druck­gra­fik mit dem Schwer­punkt Bu­ch­il­lus­tra­ti­on. In Sig­ma­rin­gen ist sie die ach­te Gast­künst­le­rin in der Druck­werk­statt im Al­ten Schlacht­hof. Auf der „Edi­tio­na­le“in Köln fiel Eckhard Froeschlin die Land­schafts­gra­phik von Nes­te­ro­va auf: „Ei­ne Künst­le­rin ein­zu­la­den, die sich von vorn­her­ein auf die Land­schaft in Sig­ma­rin­gen und Um­ge­bung be­zieht, schien reiz­voll und wir wur­den nicht ent­täuscht.“Nes­te­ro­va er­gänzt die­se Rück­schau der ers­ten Be­geg­nung. Sie be­schäf­ti­ge sich in­ten­siv mit un­ter­schied­lichs­ten Land­schaf­ten und wer­de im­mer wie­der zu Gast­auf­ent­hal­ten ein­ge­la­den. Auf Sig­ma­rin­gen hat sie sich schon vor der Rei­se vor­be­rei­tet: „Die Schwä­bi­sche Alb im Ok­to­ber muss gol­den sein.“Al­so ha­be sie sich vor­ge­nom­men, mit „Gold­far­be“, meist als Mes­sing­pul­ver, zu ex­pe­ri­men­tie­ren. Span­nend fand sie vor Ort die Brü­cken. Mit ih­nen lässt sich das Zu­sam­men­tref­fen von Mensch und Na­tur ab­bil­den: „Der Mensch ist in mei­nen Bil­dern meist nur durch sei­ne Hin­ter­las­sen­schaf­ten prä­sent.“Manch­mal wir­ke er zer­stö­re­risch, meist sei er ei­ne Er­gän­zung: „Bei uns in Nord­deutsch­land gibt es kei­ne Land­schaft oh­ne Wind­rä­der, die jun­gen Leu­te se­hen sie nicht als Stör­fak­tor, sie ken­nen es nicht an­ders.“ Die Land­schaft in Sig­ma­rin­gen und Um­ge­bung ist für sie neu. Wäh­rend es im Nor­den flach ist und der Him­mel zen­tral ist, gibt es hier viel mehr Er­de und Wald. Der Baum, so Nes­te­ro­va, ist oh­ne­hin die groß­ar­tigs­te Skulp­tur.

In der „Tech­nik der ver­lo­re­nen Form“schnei­det sie im­mer wei­te­re Par­ti­en aus der Plat­te, bis am Schluss ein­zig ei­ne un­wie­der­hol­ba­re klei­ne Druck­auf­la­ge üb­rig bleibt. In Sig­ma­rin­gen wird sie bis En­de De­zem­ber blei­ben und hat Freund­schaf­ten ge­schlos­sen: „Ich ha­be mich gleich bei den Boule-Spie­lern ge­mel­det.“Sie stellt 35 Bil­der und ein­zel­ne Druck­plat­ten in den bei­den Ate­lier­räu­men aus. Gleich­zei­tig sind in der der­zei­ti­gen Werk­schau „Hoch und Tief“in der Al­ten Schu­le wei­te­re Druck­gra­fi­ken von ihr zu se­hen.

Die Aus­stel­lungs­er­öff­nung im Al­ten Schlacht­hof ist am Sonn­tag, 4. De­zem­ber, um 11 Uhr. Die Aus­stel­lung ist vom 4. bis 18. De­zem­ber ge­öff­net. Sams­tags ist die Aus­stel­lung von 14 bis 17 Uhr ge­öff­net und sonn­tags von 11 bis 13 und 15 bis 17 Uhr.

FO­TO: GL

Ana­st­a­siya Nes­te­ro­va

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