Kul­tur­preis als Ansporn für Bei­kir­cher

Preis­ver­lei­hung im Stadt­fo­rum – Grün­der der Jun­gen Phil­har­mo­nie Ober­schwa­ben

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - OBERSCHWABEN UND DONAU - Von Mo­ni­ka Fi­scher

BAD SAUL­GAU - Land­rä­tin Stefanie Bürk­le und Karl-Heinz Bir­zer, Spre­cher der Volks- und Raiff­ei­sen­ban­ken, ha­ben am Don­ners­tag­abend im Stadt­fo­rum Bad Saul­gau den ach­ten Kul­tur­preis des Drei­län­der­krei­ses Sig­ma­rin­gen an den Mu­sik­päd­ago­gen und Vio­lin­vir­tuo­sen Al­ban Bei­kir­cher so­wie die Jun­ge Phil­har­mo­nie Ober­schwa­ben (JPO) über­ge­ben. Den mu­si­ka­li­schen Rah­men ge­stal­te­ten die jun­gen Mu­si­ker, die für ih­re Kost­pro­ben aus der ver­gan­ge­nen Kon­zert­sai­son viel Bei­fall er­hiel­ten.

Mit der fu­ri­os ge­spiel­ten Ou­ver­tü­re zu Al­bert Lor­zings Oper „Der flie­gen­de Hol­län­der“gab die JPO be­reits zum Auf­takt der Preis­ver­lei­hung ei­ne im­po­nie­ren­de Vi­si­ten­kar­te ab. Gleich­zei­tig be­wie­sen die mehr als 70 jun­gen Mu­si­ker mit ih­rem cha­ris­ma­ti­schen Di­ri­gen­ten auf über­zeu­gen­de Wei­se, dass sie des mit 2500 Eu­ro do­tier­ten Prei­ses ab­so­lut wür­dig sind.

Der Kul­tur­preis, so Land­rä­tin Stefanie Bürk­le bei der Preis­ver­lei­hung, wer­de an Bür­ger aus al­len Tei­len des Land­krei­ses ver­ge­ben, die in ei­ner kul­tu­rel­len Spar­te be­son­de­re Ver­diens­te er­wor­ben hät­ten. Nach­dem der ers­te Preis­trä­ger, Ewald Gruber, aus Bad Saul­gau kom­me und die jet­zi­ge Eh­rung er­neut in die Kur­stadt ge­he, schlie­ße sich der Kreis

Die Lau­da­tio über­nahm Dr. Klaus Wei­ge­le, Lei­ter der Lan­des­mu­sik­aka­de­mie Ochsenhausen. Er stell­te Al­ban Bei­kir­cher als in­ter­na­tio­nal ge­fei­er­ten Gei­gen­vir­tuo­sen vor, der sich so­wohl so­lis­tisch als auch in kam­mer­mu­si­ka­li­schen En­sem­bles ein­brin­ge. Zwei­tes Stand­bein Be­reits vor 20 Jah­ren ha­be er ein zwei­tes Stand­bein ge­fun­den, in­dem er sich als Lei­ter ei­ner Gei­gen­klas­se an die Mu­sik­schu­le Bad Saul­gau ver­pflich­te­te. Dort er­warb er schnell den Ruf ei­nes her­vor­ra­gen­den, über­aus en­ga­gier­ten Vio­lin­päd­ago­gen. Al­ban Bei­kir­cher grün­de­te 2008 die JPO. In­zwi­schen be­wer­ben sich jun­ge Mu­si­ker aus dem Ein­zugs­be­reich von Tutt­lin­gen bis Wan­gen und von Ulm bis zum Bo­den­see um ei­nen Orches­ter­platz, so­dass das En­sem­ble meist bis zu 80 Mit­glie­der um­fasst.

Da der Kreis­kul­tur­preis vom Land­kreis und den Volks- und Raiff­ei­sen­ban­ken ge­mein­sam ge­stif­tet wird, er­griff Karl-Heinz Bir­zer das Wort, wo­bei er sei­nen Glück­wün­schen ei­nen Hin­weis auf die neue CD der JPO an­füg­te, auf der sich das Kon­zert­pro­gramm 2016 in ex­zel­len­ter Qua­li­tät be­fin­det. In ei­ner be­rüh­ren­den Re­de dank­te Bei­kir­cher – auch im Na­men des Orches­ters – für die Freund­schaft und selbst­lo­se Un­ter­stüt­zung durch vie­le Mit­ar­bei­ter auf dem Weg zu die­sem Er­folg. Der Preis sei ihm ein zu­sätz­li­cher Ansporn, die Be­geis­te­rung für klas­si­sche Mu­sik wei­ter­zu­tra­gen. Wie sehr dies beim ge­gen­wär­ti­gen En­sem­ble ge­lun­gen ist, be­wie­sen zwei wei­te­re Stü­cke, die Ou­ver­tü­re zu Mo­zarts „Ido­me­neo“so­wie der letz­te Satz aus Cé­sar Francks Sinfonie in D-Dur.

FO­TO: MO­NI­KA FI­SCHER

Land­rä­tin Stefanie Birk­le und Karl-Heinz Bir­zer (rechts) über­ge­ben Al­ban Bei­kir­cher (2.v.l.) und Kon­zert­meis­te­rin Eli­sa Brun­nen­kannt als Ver­tre­te­rin der JPO mit dem Kreis­kul­tur­preis aus – auch zur Freude von Frank Mül­ler (2.v.r.), dem Vor­sit­zen­den des För­der­ver­eins.

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