Vier Jah­re Haft für Fahr­dienst­lei­ter ge­for­dert

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - JOURNAL -

TRAUNSTEIN (dpa) - Der an­ge­klag­te Fahr­dienst­lei­ter im Pro­zess um das Zug­un­glück von Bad Ai­b­ling soll nach dem Wil­len der Staats­an­walt­schaft zu vier Jah­ren Haft ver­ur­teilt wer­den. Nach Über­zeu­gung der An­kla­ge­be­hör­de ist der Bahn­mit­ar­bei­ter der fahr­läs­si­gen Tö­tung schul­dig. „Der Vor­wurf hat sich in vol­lem Um­fang be­stä­tigt, es gibt hier kei­ner­lei Ab­stri­che“, sag­te Ober­staats­an­walt Jür­gen Branz am Frei­tag in sei­nem Plä­doy­er vor dem Land­ge­richt Traunstein. Die Ver­tei­di­ger plä­dier­ten auf ei­ne Be­wäh­rungs­stra­fe. Das Ur­teil soll am Mon­tag fal­len. Der Fahr­dienst­lei­ter hat­te ge­stan­den, bis kurz vor dem Un­glück das Fan­ta­sy-Rol­len­spiel „Dun­ge­on Hun­ter5“auf sei­nem Han­dy ge­spielt zu ha­ben. Weil er meh­re­re Si­gna­le falsch ge­stellt hat­te, kam es zum Fron­tal­zu­sam­men­stoß auf ein­glei­si­ger Stre­cke. Bei dem Un­glück star­ben zwölf Men­schen, fast 90 wur­den teils le­bens­ge­fähr­lich ver­letzt.

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