Ge­gen den Ärz­te­man­gel

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - MEINUNG & DIALOG -

Die Po­li­ti­ker wol­len jun­ge Me­di­zin­stu­den­ten/in­nen mit ma­te­ri­el­len Vor­tei­len lo­cken sich schon 12-13 Jah­re vor­ab fest­zu­le­gen, dass sie sich nach dem Fach­arzt (für All­ge­mein­me­di­zin) auf dem Land als „Lan­d­arzt“nie­der­las­sen. Das kann ernst­haft kei­ner von ei­nem jun­gen Men­schen, der am An­fang sei­nes Stu­di­ums steht, ver­lan­gen.

Der Man­gel an Land­ärz­ten ist viel­mehr auf ei­ne fal­sche Ge­sund­heits­po­li­tik zu­rück­zu­füh­ren. Jun­ge Ärz­te ge­hen dann ger­ne aufs Land, wenn das gan­ze Um­feld stimmt. Das heißt Nach­hal­tig­keit in der Ho­no­rar­po­li­tik, denn ei­ne ein­ma­li­ge „Ein­kaufs­prä­mie“ist schnell ver­braucht und ver­schleppt nur die dro­hen­de In­sol­venz; das heißt wei­ter­hin pas­sen­de In­fra­struk­tur; denn ei­ne jun­ge Lan­d­arzt­fa­mi­lie braucht auch das gan­ze An­ge­bot für die Ehe­gat­tin und die Kin­der. Wenn dann als ers­tes die Grund­schu­len feh­len und die Fa­mi­li­en­ver­sor­gung sich aufs Ta­xi­fah­ren für die Kin­der re­du­ziert, ist das kein An­reiz für ei­ne Nie­der­las­sung auf dem Land. Die For­de­rung muss al­so hei­ßen: Nach­hal­tig­keit, Ver­läss­lich­keit und In­fra­struk­tur. Dann se­he ich zu­künf­tig kei­nen Ärz­te­man­gel, we­der auf dem Land oder in der Flä­che noch in der Stadt. Dr. med Frit­jof Bock, Ra­vens­burg

Dar­um ist Cris­tia­no Ro­nal­do der Größ­te Zum Ar­ti­kel „CDU will mit Quo­te ge­gen Lan­d­arzt­man­gel kämp­fen“(03.12.):

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