Die Schweiz em­pört sich über Brüs­sel und die Maut

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - MEINUNG & DIALOG -

Die „Neue Zürcher Zei­tung am Sonn­tag“kri­ti­siert die deut­schen Maut-Plä­ne: „Der deut­sche Ver­kehrs­mi­nis­ter bin­det die Hö­he der Kom­pen­sa­ti­on an den Schad­stoff­aus­stoß der Fahr­zeu­ge. Len­ker aus dem Aus­land ha­ben die Au­to­bahn­ge­bühr zu ent­rich­ten, in Deutsch­land Nie­der­ge­las­se­ne be­zah­len nichts – an der Dis­kri­mi­nie­rung hat sich nichts ge­än­dert, aber die EU knickt ein. Es ist ei­ne Far­ce. Die Schwei­zer Di­plo­ma­ten soll­ten sich dar­an er­in­nern, wenn sie mit Funk­tio­nä­ren aus Brüs­sel über die Um­set­zung der Ein­wan­de­rungs­in­itia­ti­ve spre­chen. Die EU über­prüft ri­go­ros, ob der so­ge­nann­te In­län­der­vor­rang light und sei­ne Va­ri­an­ten die EU-Bür­ger in ir­gend­ei­ner Form dis­kri­mi­nie­ren könn­te. Wie die deut­sche Maut zeigt, wer­den in der EU Ver­stö­ße ge­gen das Dis­kri­mi­nie­rungs­ver­bot ge­dul­det. Es gibt kei­nen Grund, war­um sich die Schweiz, nach den USA und Chi­na dritt­wich­tigs­ter Han­dels­part­ner der EU, von der Beck­mes­se­rei Brüs­sels be­ein­dru­cken las­sen soll­te.“

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.