Künf­tig Kon­trol­len rund um die Uhr an drei Au­to­bahn-Grenz­über­gän­gen zu Ös­ter­reich

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - WIR IM SÜDEN -

MÜN­CHEN (lby) - Au­to­fah­rer müs­sen sich vom 15. De­zem­ber an auf Rund-um-die-Uhr-Kon­trol­len an drei Au­to­bahn-Grenz­über­gän­gen zwi­schen Deutsch­land und Ös­ter­reich ein­stel­len: auf der A 3 bei Pas­sau, der A 8 bei Salzburg und der A 93 bei Kuf­stein. Das kün­dig­te Bay­erns In­nen­mi­nis­ter Joa­chim Herr­mann (CSU) am Mon­tag nach ei­ner Sit­zung des CSU-Vor­stands in Mün­chen an. Mög­lich wird dies, weil bayerische Be­reit­schafts­po­li­zis­ten künf­tig die Bun­des­po­li­zei bei

27-Jäh­ri­ger am Frei­bur­ger Bahn­hof mit Mes­ser ver­letzt

FREI­BURG (lsw/sz) - Bei ei­nem Streit un­ter fünf Män­nern im Frei­bur­ger Haupt­bahn­hof ist ein 27-jäh­ri­ger Ira­ker mit ei­nem Mes­ser schwer ver­letzt wor­den. Wie die Bun­des­po­li­zei am Mon­tag mit­teil­te, war es am Frei­tag an ei­nem Bahn­steig zu­nächst zu ei­nem Streit zwi­schen ei­nem 20-jäh­ri­gen Sy­rer und vier Ira­kern im Al­ter von 20 bis 27 Jah­ren ge­kom­men. Aus bis­lang un­be­kann­tem Grund schlu­gen die Män­ner auf den 20-Jäh­ri­gen ein und tra­ten ihn, als er be­reits am Bo­den lag. Der An­ge­grif­fe­ne zog dar­auf­hin ei­ne ab­ge­bro­che­ne Klin­ge ei­nes Tep­pich­mes­sers her­vor und ver­letz­te ei­nen der Ira­ker mit ei­nem Schnitt an der Stirn. Der 20-Jäh­ri­ge flüch­te­te, wur­de aber von Bun­des­po­li­zis­ten ge­fasst. Der 27-Jäh­ri­ge wur­de in ein Kran­ken­haus ge­bracht. Die Bun­des­po­li­zei er­mit­telt nun ge­gen al­le Tat­be­tei­lig­ten we­gen ge­fähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung.

Deut­lich mehr Grip­pe-To­te als in den Vor­jah­ren

STUTT­GART (lsw) - Die Zahl der Grip­pe-To­ten in Ba­den-Würt­tem­berg ist im ver­gan­ge­nen Jahr ra­sant ge­stie­gen. Wie das Sta­tis­ti­sche Lan­des­amt Ba­den-Würt­tem­berg am Mon­tag mit­teil­te, star­ben 2015 durch die Grip­pe 208 Men­schen. Im Vor­jahr wa­ren es le­dig­lich 18 To­te. Auch im mehr­jäh­ri­gen Ver­gleich ist der Wert nach An­ga­ben der Sta­tis­ti­ker auf­fal­lend hoch. Zu­letzt gab es dem­nach im Jahr 1990 ei­ne ähn­lich ho­he Zahl. Nach An­ga­ben des Lan­des­am­tes ent­fie­len 2015 mehr als drei Vier­tel der Grip­pe-Ster­be­fäl­le auf äl­te­re Men­schen ab 75 Jah­ren. Der An­stieg der Zah­len ist auch auf den Impf­stoff zu­rück­zu­füh­ren, der nicht op­ti­mal auf die In­flu­en­zaVi­ren ab­ge­stimmt war, wie die Sta­tis­ti­ker un­ter Ver­weis auf An­ga­ben des Ro­bert Koch-In­sti­tuts er­klär­ten. Zu­dem ha­be es ins­ge­samt mehr Grip­pe­er­kran­kun­gen ge­ge­ben als in den Vor­jah­ren. den Grenz­kon­trol­len un­ter­stüt­zen wer­den – zu­nächst ei­ne Hun­dert­schaft. Dar­auf hät­ten sich Bay­ern und der Bund ver­stän­digt, be­rich­te­te Herr­mann. Bay­ern hat­te dem Bund schon wie­der­holt Hil­fe bei den Kon­trol­len an­ge­bo­ten, das An­ge­bot wur­de aber bis­her ab­ge­lehnt. Es bleibt nach Wor­ten Herr­manns aber da­bei, dass die Kon­trol­len stich­pro­ben­ar­tig durch­ge­führt wer­den. Man wol­le aber auch mög­lichst vie­le an­de­re Über­gän­ge im Blick ha­ben.

Luf­t­rein­hal­tung: Dem Land bleibt Zwangs­geld er­spart

REUT­LIN­GEN (lsw) - Im Be­mü­hen um bes­se­re Luft für Reut­lin­gen muss sich die Deut­sche Um­welt­hil­fe (DUH) in Ge­duld üben: Das Ver­wal­tungs­ge­richt Sigmaringen hat nach ei­ge­nen An­ga­ben vom Mon­tag ei­nen An­trag der DUH ab­ge­lehnt, dem Land Ba­den-Würt­tem­berg ein Zwangs­geld auf­zu­brum­men. Die DUH hat­te dies ver­langt, weil das Land sei­ner Pflicht nicht nach­kom­me, den Luf­t­rein­hal­te­plan für Reut­lin­gen fort­zu­set­zen. Weil das Land noch nicht säu­mig ist, so die Auf­fas­sung des Ge­richts, wur­de das Zwangs­geld ab­ge­lehnt, im Be­schluss aber ein Zeit­plan fest­ge­hal­ten. DUH-Bun­des­ge­schäfts­füh­rer Jür­gen Resch be­grüßt dies: „Das Ge­richt hat be­stä­tigt, dass der neue Luf­t­rein­hal­te­plan bis spä­tes­tens Sep­tem­ber 2017 vor­lie­gen muss“, sag­te er der Deut­schen Pres­se-Agen­tur.

SPD-Ba­sis stimmt für Le­ni Brey­mai­er

AA­LEN (ug) - Le­ni Brey­mai­er tritt für die SPD im Wahl­kreis Aa­len­Hei­den­heim im Bun­des­tags­wahl­kampf 2017 an. Bei der No­mi­nie­rungs­ver­samm­lung am Mon­tag­abend in Oberkochen stimm­ten von 135 Mit­glie­dern 131 für die Lan­des­vor­sit­zen­de der Par­tei. Das sind 97 Pro­zent. Brey­mai­er kan­di­dier­te auf Vor­schlag ei­ner Fin­dungs­kom­mis­si­on, der un­ter an­de­rem der SPD-Frak­ti­ons­chef im ba­den-würt­tem­ber­gi­schen Land­tag und Hei­den­hei­mer Land­tags­ab­ge­ord­ne­te, Andre­as Stoch, an­ge­hör­te. In ei­ner halb­stün­di­gen Re­de stell­te Brey­mai­er ih­re Zie­le für den Wahl­kampf vor. So will sie den Men­schen Hoff­nung ma­chen und für so­zia­le Ge­rech­tig­keit kämp­fen.

FO­TO: DPA

Für Kon­trol­len an den deut­schen Au­ßen­gren­zen ist ei­gent­lich die Bun­des­po­li­zei zu­stän­dig. An drei Über­gän­gen nach Ös­ter­reich – wie hier an der A 8 – hel­fen jetzt aber bayerische Po­li­zis­ten aus.

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Le­ni Brey­mai­er

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