Ver­däch­ti­ger schweigt, Po­li­ti­ker dis­ku­tie­ren

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - WIR IM SÜDEN -

Der im Fall der ge­tö­te­ten Stu­den­tin in Frei­burg fest­ge­nom­me­ne 17-jäh­ri­ge Flücht­ling schweigt noch im­mer zu den Vor­wür­fen. Das sag­te ein Spre­cher der Staats­an­walt­schaft am Mon­tag. Die Er­mitt­ler prü­fen das Um­feld des Ju­gend­li­chen. Den Er­mitt­lern zu­fol­ge gibt es kei­ne Hin­wei­se dar­auf, dass der Ju­gend­li­che die 19-Jäh­ri­ge kann­te. Die Bun­des­re­gie­rung ver­ur­teil­te das Ver­bre­chen, warn­te aber vor Pau­schal­ur­tei­len ge­gen­über Mi­gran­ten. Auch CSU-In­nen­ex­per­te Ste­phan May­er warn­te da­vor, al­le Mi­gran­ten un­ter Ge­ne­ral­ver­dacht zu stel­len. AfD-Chef Jörg Meu­then mein­te hin­ge­gen: „Wir sind er­schüt­tert über die­se Tat und er­le­ben gleich­zei­tig, dass un­se­re War­nun­gen vor der un­ge­steu­er­ten Ein­rei­se Hun­dert­tau­sen­der jun­ger Män­ner aus pa­tri­ar­cha­lisch-is­la­mi­schen Kul­tur­krei­sen als po­pu­lis­tisch ab­ge­wer­tet wur­den.“Die Rechts­la­ge, DNAPro­ben nicht nach Eth­nie zu­zu­ord­nen, nann­te er skan­da­lös. „Es ist schä­big, dass nun ei­ni­ge aus die­ser furcht­ba­ren Ge­walt­tat po­li­ti­sches Ka­pi­tal schla­gen wol­len“, sag­te die Be­auf­trag­te der Bun­des­re­gie­rung für Mi­gra­ti­on, Ay­dan Özo­guz (SPD). (lsw)

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