Kan­di­da­ten­kür ent­facht Streit bei den Lin­ken

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

BER­LIN (AFP/dpa) - Die Vor­ge­hens­wei­se bei der Kür der Spit­zen­kan­di­da­ten zur Bun­des­tags­wahl 2017 sorg­te bei den Lin­ken für Un­mut. Der Ent­schei­dungs­pro­zess zu­guns­ten der Frak­ti­ons­chefs Sah­ra Wa­genk­necht und Diet­mar Bartsch sei „kei­nes­falls gut“ver­lau­fen, sag­te de­ren Vor­gän­ger Gre­gor Gy­si der „Rhei­ni­schen Post“.

Die Lin­ken-Vor­sit­zen­de Kat­ja Kip­ping hat trotz Span­nun­gen bei der Wahl die Ei­nig­keit in der Par­tei­füh­rung be­tont. Zwar ha­be es bei der Fra­ge nach der per­so­nel­len Auf­stel­lung ei­ne „kon­tro­ver­se Aus­ein­an­der­set­zung“ge­ge­ben, sag­te Kip­ping im ZDF-„Mor­gen­ma­ga­zin“. Es ge­hö­re aber auch zum „gu­ten Ton“, sich mit strit­ti­gen Punk­ten aus­ein­an­der­zu­set­zen und am En­de ge­mein­sam zu ent­schei­den. „Das Spit­zen­team ist Aus­druck von ge­mein­sa­mer Hand­lungs­fä­hig­keit, und das macht uns al­le zu­sam­men stark“, sag­te Kip­ping.

Die frisch ge­kür­te Spit­zen­kan­di­da­tin Sah­ra Wa­genk­necht, hat im rus­si­schen Staats­sen­der RT Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (CDU) an­ge­grif­fen. Mer­kel re­prä­sen­tie­re kei­ne Sta­bi­li­tät, sag­te sie in ei­nem am Mon­tag ver­öf­fent­lich­ten In­ter­view mit RT (ehe­mals Rus­sia To­day). Vie­le Men­schen fühl­ten sich im Stich ge­las­sen. Und der SPD feh­le es an star­ken Kan­di­da­ten.

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