Plat­ten­kis­te: Dar­kness and Light

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - SZENE -

Schon der ers­te Song geht un­ter die Haut und man spürt, John Le­gend ist wie­der zu­rück. Mit „I Know Bet­ter“lie­fert der 37jäh­ri­ge Sän­ger auch gleich ein State­ment ab. „Frü­her ha­be ich das ge­sun­gen, was sie von mir woll­ten, heu­te wer­de ich das nicht mehr tun“, heißt es da in den ers­ten Zei­len. Gleich die­ser ers­te ganz per­sön­li­che Song ist John Le­gend pur. Nur sei­ne un­ver­wech­sel­ba­re aus­drucks­vol­le Stim­me mit Pia­no­be­glei­tung. Mehr braucht es nicht, um Gän­se­h­au­tSongs zu pro­du­zie­ren. John Le­gend wur­de 1978 in Spring­field, Ohio, als John Ro­ger Ste­phens ge­bo­ren. Er hat fünf Al­ben ver­öf­fent­licht, zehn Gram­mys und ei­nen Os­car (für den Ti­tel­song „Glo­ry“für den Ki­no­film „Sel­ma“) ge­won­nen. Seit 2013 ist John Le­gend mit dem US-Mo­del Ch­ris­sy Tei­gen ver­hei­ra­tet. 2016 wur­de die ge­mein­sa­me Toch­ter Luna Si­mo­ne ge­bo­ren. Drei Jah­re lang muss­ten die Fans auf sein fünf­tes Al­bum war­ten. Ob­wohl der US-Su­per­star ih­nen die War­te­zeit mit al­ler­lei Kol­la­bo­ra­tio­nen ver­sü­ßen konn­te (mit Meg­han Trai­nor, Sam Smith, Ben­ny Be­n­as­si und Ties­to, Ser­gio Men­des, Com­mon und Da­vid Gu­et­ta). Aber das War­ten hat sich ge­lohnt. „Dar­kness and Light“ist ein fei­nes Soul- und R’n’B-Al­bum. Für den Ti­tel­song ist er mit Brit­ta­ny Ho­ward, Sän­ge­rin der US-Rock­band Ala­ba­ma Sha­kes, ins Stu­dio ge­gan­gen, ent­stan­den ist ei­ne ein­gän­gi­ge Soul­rock-Sing­le. Die Bal­la­de „Right by You“hat er sei­ner Toch­ter Luna ge­wid­met. Die Vor­ab­sin­gle „Lo­ve Me Now“ist ei­ne R’n’B-Num­mer, in der es nur um das Hier und Jetzt geht. Bei „Pent­house Floor“be­gibt sich John Le­gend mit Chan­ce the Rap­per eher in die Hip-Hop-Rich­tung. Bei die­sem ei­nen Aus­flug bleibt es aber. Es zeigt den­noch, dass das neue Al­bum des Mu­si­kers fa­cet­ten­reich ist. Man­che Songs sind ge­spickt mit Blä­ser-, Elek­tro- oder Ro­ck­ele­men­ten. Aber na­tür­lich sind die Bal­la­den John Le­gends größ­te Stär­ke. Ob ei­ne der Bal­la­den an den Er­folg von „All of Me“von sei­nem letz­ten Al­bum „Lo­ve in The Fu­ture“(2013) her­an­kommt, bleibt ab­zu­war­ten. Im­mer­hin schaff­te es die­ser Song auf Platz eins der US Charts und tum­mel­te sich über zwei Jah­re in den deut­schen Air­play-Charts. „,Dar­kness And Light‘ ist John Le­gends Ma­ni­fest”, er­klärt Pro­du­zent Bla­ke Mills. „Er folgt der Tra­di­ti­on der Soul- und R’n’B-Mu­sik, die die Lie­be ze­le­briert. ‚Dar­kness And Light‘ steht im Zei­chen sei­nes lang­jäh­ri­gen En­ga­ge­ments für so­zia­le Ge­rech­tig­keit, der Her­aus­for­de­run­gen und der Ent­loh­nung ei­ner Ehe im Fo­kus der Öf­fent­lich­keit und der Ge­burt sei­nes ers­ten Kin­des Luna. Die­ses Al­bum (er­schie­nen bei Smi Col, So­ny Mu­sic) schwimmt ge­gen den Strom und er­in­nert uns dar­an, dass auch in Zei­ten, in de­nen die Welt von Dun­kel­heit er­füllt ist, uns das Licht vor­an­treibt.“(mek/dpa)

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