Ur­teil zum Atom­aus­stieg

Ener­gie­kon­zer­ne be­kom­men Ent­schä­di­gung

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - ERSTE SEITE -

KARLS­RU­HE (AFP) - Die Be­trei­ber der deut­schen Atom­kraft­wer­ke ha­ben nur ge­rin­gen An­spruch auf Ent­schä­di­gun­gen we­gen des Atom­aus­stiegs­be­schlus­ses von 2011. Das ent­schied das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt in ei­nem am Di­ens­tag ver­kün­de­ten Ur­teil.

Dem­nach müs­sen zu­min­dest Vat­ten­fall und RWE für Rest­strom­men­gen ent­schä­digt wer­den, die ih­ren Mei­lern beim ers­ten Atom­aus­stiegs­be­schluss im Jahr 2002 zu­nächst zu­ge­teilt und 2011 wie­der ge­stri­chen wur­den. Ex­per­ten be­zif­fern die Ge­samt­sum­me auf bis zu 2,5 Mil­li­ar­den Eu­ro. Die frü­he­re rot-grü­ne Bun­des­re­gie­rung hat­te 2002 den Aus­stieg aus der Atom­ener­gie be­schlos­sen, En­de 2010 hob die dann schwarz-gel­be Re­gie­rung die­sen Kon­sens auf. Nur rund sie­ben Mo­na­te spä­ter mach­te die­sel­be Re­gie­rung nach der Re­ak­tor­ka­ta­stro­phe im ja­pa­ni­schen Fu­kus­hi­ma die Lauf­zeit­ver­län­ge­run­gen rück­gän­gig,

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