Ver­si­che­rer sen­ken Über­schuss­be­tei­li­gung

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - WIRTSCHAFT -

STUTT­GART (dpa) - Die gro­ßen Ver­si­che­rer strei­chen ih­re Über­schuss­be­tei­li­gung wei­ter zu­sam­men. Bei der Al­li­anz Deutsch­land sinkt die lau­fen­de Ver­zin­sung aus Ga­ran­tie­zins und Über­schüs­sen für die klas­si­schen Ver­trä­ge im Jahr 2017 auf 2,8 Pro­zent, teil­te Deutsch­lands größ­ter Le­bens­ver­si­che­rer am Di­ens­tag in Stutt­gart mit. Für 2016

Su­per­com­pu­ter Watson soll Cy­ber-An­grif­fe ab­weh­ren

ARMONK (dpa) - IBM will Cy­berAtta­cken künf­tig mit künst­li­cher In­tel­li­genz be­geg­nen. Sie kön­ne in den kom­men­den zwei bis drei Jah­ren ei­ne ent­schei­den­de Rol­le im Kampf ge­gen Cy­ber-Kri­mi­na­li­tät spie­len, teil­te der ame­ri­ka­ni­sche IT-Di­enst­leis­ter mit. Der Ein­satz von Tech­no­lo­gi­en wie Watson von IBM wer­de sich in die­ser Zeit­span­ne ver­drei­fa­chen. Da­für star­te­te der Kon­zern ge­mein­sam mit 40 Or­ga­ni­sa­tio­nen das „Watson for Cy­ber Se­cu­ri­ty Be­ta-Pro­gramm“. Das Watson-Sys­tem von IBM hat­te erst­mals für grö­ße­re Schlag­zei­len ge­sorgt, als es 2011 in ei­ner TVQuiz­sen­dung ge­gen zwei mensch­li­che Geg­ner an­trat und ge­wann.

Fi­nanz­trans­ak­ti­ons­steu­er ver­zö­gert sich wei­ter

BRÜS­SEL (AFP) - Die Ent­schei­dung über die Ein­füh­rung ei­ner Fi­nanz­trans­ak­ti­ons­steu­er in Eu­ro­pa ist er­neut ver­scho­ben wor­den. Der Be­schluss ver­zö­ge­re sich auf Ja­nu­ar, sag­te der ös­ter­rei­chi­sche Fi­nanz­mi­nis­ter Hans Jörg Schel­ling am Di­ens­tag in Brüs­sel. Grund sei­en ei­ner­seits feh­len­de Da­ten von Län­dern, die den Plä­nen teils noch kri­tisch ge­gen­über­stün­den. Zu­dem ha­be der ita­lie­ni­sche Fi­nanz­mi­nis­ter am Mon­tag nach dem ge­schei­ter­ten Ver­fas­sungs­re­fe­ren­dum sei­ner Re­gie­rung nicht an ei­nem ge­plan­ten Tref­fen teil­neh­men kön­nen.

Kauf­kraft der Deut­schen steigt 2017 wei­ter an

BRUCH­SAL (dpa) - Dank der wei­ter­hin gu­ten Kon­junk­tur wer­den die Men­schen in Deutsch­land laut ei­ner Stu­die auch 2017 mehr Geld in der Ta­sche ha­ben. Die Kauf­kraft wer­de pro Kopf vor­aus­sicht­lich um 360 Eu­ro (1,65 Pro­zent) auf 22 239 Eu­ro stei­gen, teil­te die Markt­for­schungs­fir­ma GfK mit. Der reichs­te Land­kreis Deutsch­lands sei wei­ter das baye­ri­sche Starn­berg (32 194 Eu­ro pro Kopf). Kauf­kraft ist das ver­füg­ba­re Geld zum Woh­nen, für Frei­zeit­aus­ga­ben, zum Spa­ren und zum Ein­kau­fen. be­kom­men die Kun­den bei den klas­si­schen Ver­trä­gen auf den Spa­r­an­teil ih­rer Bei­trä­ge noch 3,1 Pro­zent gut­ge­schrie­ben.

Auch an­de­re gro­ße Ver­si­che­rer fol­gen dem Bei­spiel. Die Axa drückt die lau­fen­de Ver­zin­sung auf 2,9 Pro­zent, die Er­go Le­bens­ver­si­che­rung senk­te auf 2,25 Pro­zent – von 2,7 Pro­zent. Er­go hat­te im Vor­jahr noch auf ei­ne Ab­sen­kung ver­zich­tet. „Das ak­tu­el­le Ka­pi­tal­markt­um­feld und Pro­gno­sen über die wei­te­re Ent­wick­lung ma­chen ei­ne An­pas­sung der Über­schuss­be­tei­li­gung 2017 er­for­der­lich“, sag­te Er­go-Chef Micha­el Fau­ser.

Die lau­fen­de Ver­zin­sung bei den klas­si­schen Le­bens­ver­si­che­run­gen setzt sich aus Ga­ran­tie­zins und Über­schuss­be­tei­li­gung der Ver­si­che­rer zu­sam­men. Der vom Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um fest­ge­setz­te Ga­ran­tie­zins soll im kom­men­den Jahr wei­ter ab­ge­senkt wer­den. Zum 1. Ja­nu­ar 2017 sinkt er von ak­tu­ell 1,25 Pro­zent auf 0,9 Pro­zent. Wer ei­nen al­ten Ver­trag mit ei­nem noch hö­he­ren Ga­ran­tie­zins hat, dem ist die dort ge­nann­te Ver­zin­sung aber nach wie vor si­cher. Üb­li­cher­wei­se wird der Ga­ran­tie­zins nur al­le zwei Jah­re ver­än­dert.

BMW in Aus­tra­li­en zu Mil­lio­nen­stra­fe ver­ur­teilt

SYDNEY (dpa) - We­gen der Ver­ga­be un­zu­läs­si­ger Kre­di­te an Au­to­käu­fer in Aus­tra­li­en muss BMW den be­trof­fe­nen Kun­den um­ge­rech­net rund 50 Mil­lio­nen Eu­ro zah­len. Die Dar­le­hen sei­en von ei­ner Fi­nanz­toch­ter des Au­to­mo­bil­her­stel­lers ge­währt wor­den, ob­wohl sich die Kre­dit­neh­mer den Kauf ei­nes neu­en Wa­gens gar nicht leis­ten und das Geld of­fen­sicht­lich nicht ab­stot­tern konn­ten, teil­te die Auf­sichts­be­hör­de Aus­tra­li­an Se­cu­ri­ties and In­vest­ment Com­mis­si­on (ASIC) mit. Zu­dem müs­se das Un­ter­neh­men um­ge­rech­net rund 3,5 Mil­lio­nen Eu­ro für ein Bil­dungs­pro­gramm be­reit­stel­len, das Ver­brau­cher im Um­gang mit Geld und Kre­di­ten schult.

Kla­re Haf­tungs­re­geln beim au­to­no­men Fah­ren

BER­LIN (mu) - Die Ver­kehrs­ex­per­tin des Bun­des­ver­bands der Ver­brau­cher­zen­tra­len (vzbv), Ma­ri­on Jung­bluth, for­dert ge­setz­li­che Min­dest­stan­dards für das Fah­ren mit Au­to­pi­lot. Bei ei­nem Ver­sa­gen der Tech­nik müss­ten die Her­stel­ler haf­ten, nicht die Hal­ter, sag­te Jung­bluth, an­läss­lich der Vor­stel­lung ei­nes Gut­ach­tens zum au­to­ma­ti­sier­ten und ver­netz­ten Fah­ren. Je mehr sich die Tech­nik von As­sis­tenz- hin zu au­to­no­men Sys­te­men ent­wi­ckelt, des­to stär­ker müs­se auch die Haf­tung vom Fah­rer zum Pro­du­zen­ten ver­la­gert wer­den. Ei­nem Ge­setz­vor­schlag des Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­ums zu­fol­ge soll der Fah­rer ei­ne „Gr­und­auf­merk­sam­keit“be­hal­ten, da­mit er in Not­fall­si­tua­tio­nen schnell ein­grei­fen kann.

FO­TO: DPA

Die nied­ri­gen Zin­sen las­ten auf dem Ver­si­che­rungs­ge­schäft.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.