Fahr­dienst­lei­ter darf auf frü­he­re Ent­las­sung hof­fen

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - PANORAMA -

TRAUNSTEIN (dpa) - Der im Pro­zess um das Zug­un­glück von Bad Ai­b­ling ver­ur­teil­te Fahr­dienst­lei­ter muss vor­aus­sicht­lich nicht die ge­sam­te Zeit im Ge­fäng­nis ab­sit­zen. Er darf wie an­de­re Häft­lin­ge auf ei­ne vor­zei­ti­ge Ent­las­sung hof­fen, wie es in Jus­tiz­krei­sen am Di­ens­tag hieß. Die acht­mo­na­ti­ge Un­ter­su­chungs­haft wird ihm an­ge­rech­net. Der Ex-Bahn­mit­ar­bei­ter war am Mon­tag vom Land­ge­richt Traunstein we­gen fahr­läs­si­ger Tö­tung zu drei­ein­halb Jah­ren Haft ver­ur­teilt wor­den. Die vor­zei­ti­ge Haft­ent­las­sung ist im Pa­ra­graph 57 des Straf­ge­setz­bu­ches ge­re­gelt. Oft wird Häft­lin­gen das letz­te Drit­tel der Stra­fe er­las­sen. Beim Zu­sam­men­stoß zwei­er Zü­ge am 9. Fe­bru­ar in dem ober­baye­ri­schen Ku­r­ort star­ben 12 Men­schen, fast 90 wur­den ver­letzt. Der Fahr­dienst­lei­ter hat­te Si­gna­le falsch ge­stellt und vor dem Un­fall mit dem Han­dy ge­spielt.

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