Hoch­schu­le und Wirt­schaft sol­len von­ein­an­der pro­fi­tie­ren

Pro­rek­tor: „Wir wol­len ers­ter An­sprech­part­ner für Un­ter­neh­men der Re­gi­on wer­den“

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - HOCHSCHULZEITUNG SPEZIAL: DER INNOVATIONSCAMPUS -

Er ge­hört zu den­je­ni­gen, die den Über­blick be­hal­ten: Prof. Dr. Mat­thi­as Pre­mer ist als Pro­rek­tor For­schung für die Ge­samt­ko­or­di­na­ti­on der Mo­dell­fa­brik zu­stän­dig. Dort sol­le ein „Bio­top für Un­ter­neh­mens­ko­ope­ra­tio­nen in ver­schie­de­nen Sta­di­en“ge­schaf­fen wer­den, sagt er. Vom Hand­werks­be­trieb bis zum Zu­lie­fe­rer: „Egal, wel­che Grö­ße ein Un­ter­neh­men hat – es kann auf die Mo­dell­fa­brik zu­kom­men.“Die­se sol­le ei­ne Art „Do­cking Sta­ti­on“sein: Ar­bei­ten, for­schen und vom Wis­sen der Hoch­schu­le pro­fi­tie­ren – das sei das An­ge­bot. „Un­ser Ziel ist es, ers­ter An­sprech­part­ner für Un­ter­neh­men der Re­gi­on zu wer­den, ganz gleich wel­cher Grö­ße.“Größ­te Stär­ke des In­no­camp sei da­bei sei­ne In­ter­dis­zi­pli­na­ri­tät. „Als klei­ne Hoch­schu­le sind wir au­ßer­dem fle­xi­bel, kön­nen auch mal spon­tan re­agie­ren und ha­ben kei­ne Scheu­klap­pen auf.“

Stu­den­ten sol­len auch selbst zum Grün­den ei­ge­ner Fir­men mo­ti­viert wer­den. „Das ist das Tol­le am In­no­camp: Der Stu­dent kennt die Mo­dell­fa­brik be­reits, hat vi­el­leicht ei­ne Pro­jekt­ar­beit im Rah­men ei­nes For­schungs­pro­gramms dort ge­macht“, sagt Pre­mer. „An­schlie­ßend pro­mo­viert er dann und grün­det ein klei­nes Un­ter­neh­men – al­les auf ei­nem Cam­pus.“In­fra­struk­tur, La­bors, Flä­chen: al­les vor Ort. Pla­nung ist kein All­tags­ge­schäft Be­vor Stu­den­ten aber die­sen Schritt ge­hen, ler­nen sie in der Mo­dell­fa­brik be­reits früh die Un­ter­neh­mens­for­schung ken­nen. Der Kern­ge­dan­ke hin­ter der Mo­dell­fa­brik ist die Ko­ope­ra­ti­on in der For­schung, das Zu­sam­men­brin­gen von in­dus­tri­el­ler und aka­de­mi­scher For­schung und das Von­ein­an­der­ler­nen. Auf­trag­ge­ber müs­sen in­des nicht zwangs­läu­fig Fir­men, es kön­nen auch staat­li­che In­sti­tu­tio­nen sein – wenn es bei­spiels­wei­se um die Fra­ge geht, wie der Koh­len­di­oxid­aus­stoß bei Ver­bren­nungs­mo­to­ren oder in der Wär­me­ge­win­nung re­du­ziert wer­den kann. Be­tei­li­ge sich die Hoch­schu­le an ent­spre­chen­den Wett­be­wer­ben, könn­te über die­se Schie­ne wie­der­um Geld in den In­no­camp flie­ßen. Das ist wich­tig, denn für den In­no­camp gibt es we­der Haus­halts­mit­tel der Hoch­schu­le noch wei­te­res Geld vom Land: „Den In­no­camp ma­chen wir zu­sätz­lich.“Die Hoch­schu­le sei per­ma­nent da­bei, Dritt­mit­tel (Geld von au­ßen, bei­spiels­wei­se von Stif­tun­gen) ein­zu­wer­ben und konn­te das Auf­kom­men in den ver­gan­ge­nen fünf Jah­ren ver­dop­peln, sagt Pre­mer.

Für ihn ist die Pla­nung des In­no­camp „kein All­tags­ge­schäft. So ei­ne Her­cu­les­auf­ga­be stellt sich ei­nem in ei­ner Pro­rek­to­ren­lauf­bahn nicht im­mer“. Er weiß aber auch um die Be­deu­tung: „Wenn das ans Lau­fen kommt, wird es ei­ne her­vor­ra­gen­de Chan­ce für die gan­ze Re­gi­on.“

FO­TOS (4): WOB

Prof. Dr. Mat­thi­as Pre­mer

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