Wald bringt knapp 100 000 Eu­ro in den Haus­halt

Het­tin­ger Ge­mein­de­rä­te neh­men Er­geb­nis des Wirt­schafts­jah­res zur Kennt­nis – Plan für 2017 vor­ge­legt

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - ALB/LAUCHERT -

HETTINGEN (vr) - Die Forst­leu­te ha­ben den Het­tin­ger Ge­mein­de­rä­ten das Er­geb­nis des Wirt­schafts­jah­res 2015 vor­ge­legt. Dem­nach hat der Wald 99 700 Eu­ro für den Haus­halt ge­bracht.

Im sel­ben Jahr wur­den 2,5 Hekt­ar Wald­flä­chen für 38 300 Eu­ro ge­kauft. Dar­aus sei­en be­reits die ers­ten Er­lö­se er­wirt­schaf­tet wor­den, be­rich­te­te Re­vier­lei­ter Karl Bosch. Die Jagd­pacht bringt rund 7400 Eu­ro ein. Für Kul­tu­ren sind 24 700 Eu­ro aus­ge­ge­ben wor­den. In die­sem Jahr ist die zu­fäl­li­ge Nut­zung mit 36 Pro­zent re­la­tiv hoch ge­we­sen. Im Vor­jahr wa­ren es nur sie­ben Pro­zent. Eis­bruch, Sturm Ni­k­las und Kä­fer ha­ben den Wäl­dern zu­ge­setzt. „Wir sind teil­wei­se drei Mal an der­sel­ben Stel­le ge­we­sen. Das gab es noch nie. Es war viel Auf­wand für we­nig Holz“, be­rich­te­te Bosch. Die forst­li­che Be­triebs­flä­che ist 1027 Hekt­ar groß, jähr­lich ist ein Hieb­satz von 7840 Fest­me­tern vor­ge­se­hen.

Jörg Scham, Lei­ter des Fach­be­reichs Forst am Land­rats­amt be­rich­te­te vom Ster­ben der Eschen. Auch der Stadt­wald ist da­von be­trof­fen. Es sei ein Pilz aus dem Os­ten ein­ge­wan­dert, der über das Blatt in den Trieb ein­drin­ge. Die Esche bil­de zwar Er­satz­trie­be, aber der Baum kön­ne sich nicht re­ge­ne­rie­ren und ster­be ab.

Die Pfle­ge der Kul­tu­ren ver­ur­sacht Kos­ten. Ge­mein­de­rat Jo­han­nWal­ter Wolf frag­te, ob man die Kos­ten nicht sen­ken könn­te, in­dem man nicht die qua­li­fi­zier­ten Mit­ar­bei­ter, son­dern güns­ti­ge­re Leu­te aus dem Aus­land da­mit be­auf­tra­ge. So wür­den es pri­va­te Wald­be­sit­zer ma­chen, sag­te er. Bosch gab zu be­den­ken, dass es bei der Wald­pfle­ge wich­tig sei, die jun­gen Bäu­me zwi­schen dem ho­hen Gras­wuchs zu er­ken­nen. Er be­zweif­le es, dass man ei­ne Trup­pe fin­den könn­te, die es gut ma­che. Für Bu­chen be­ginnt der Herbst 2016 be­reits im Spät­som­mer Re­vier­förs­ter El­mar Mol­nar zeig­te dem Gre­mi­um Fo­tos vom Eschenster­ben. Auch sprach er den Spät­som­mer an: En­de Au­gust ha­be schlag­ar­tig der Herbst be­gon­nen. Bei den Bu­chen hat sich das Laub ver­färbt. Man ge­he da­von aus, dass die Tro­cken­heit im Som­mer die­ses Phä­no­men aus­ge­löst ha­be, er­klär­te er.

Rat Wil­fried Lie­ner sprach den Ein­schlag an, der 2015 mit 6440 Fest­me­tern hin­ter dem Plan­an­satz ge­blie­ben ist. Scham er­klär­te, er wer­de bis zum En­de des Zehn­jah­res­pla­nes 2018 aus­ge­schöpft sein. Für 2016 ste­hen 7600 Fest­me­ter auf dem Plan, für 2018 sind es 8050. Wenn die Markt­la­ge gut sei, wer­de das Po­ten­ti­al aus­ge­schöpft.

Für das Jahr 2016 pro­gnos­ti­zie­ren die Forst­leu­te ein Er­geb­nis von 148 600 Eu­ro und für das Jahr 2017 sol­len es 122 500 Eu­ro wer­den. Die Rä­te stimm­ten dem Plan für 2017 zu.

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