Ist Hör­mann der Rich­ti­ge?

Tisch­ten­nis-Welt­ver­bands­prä­si­dent Wei­kert legt nach

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - SPORT -

KÖLN (SID) - Die Aus­ein­an­der­set­zung zwi­schen zwei der mäch­tigs­ten deut­schen Sport­funk­tio­nä­re wird bri­san­ter. Tho­mas Wei­kert, Prä­si­dent des Tisch­ten­nis-Welt­ver­ban­des ITTF, stellt in der Aus­ein­an­der­set­zung mit Al­fons Hör­mann des­sen Eig­nung als DOSB-Prä­si­dent in­fra­ge. „Was ich von ihm er­war­te, ist De­mut vor dem Amt und ei­nen auf­rich­ti­gen und kor­rek­ten Um­gang mit sei­nen Mit­men­schen“, sag­te Wei­kert: „Soll­te er in die­sen Punk­ten kei­ne Fort­schrit­te zei­gen, dann kommt man vi­el­leicht ir­gend­wann tat­säch­lich zu dem Er­geb­nis, dass Al­fons Hör­mann für den Job nicht ge­eig­net ist.“Für ein ab­schlie­ßen­des Ur­teil sei es aber zu früh, er­gänz­te Wei­kert, je­der ha­be ei­ne zwei­te Chan­ce ver­dient – „die soll­te er aber bald auch nut­zen.“

Wei­kert, Rechts­an­walt aus Lim­burg an der Lahn, be­zich­tigt Hör­mann wei­ter­hin der Lü­ge. „Ich ha­be mit Al­fons Hör­mann in der Ver­gan­gen­heit gut zu­sam­men­ge­ar­bei­tet, ich bin mit ihm per du. Dass er jetzt Din­ge be­haup­tet, die nach­weis­lich falsch sind, et­wa, dass wir uns in gro­ßer Run­de über die Neu­struk­tu­rie­rung der Trai­ner­aka­de­mie un­ter­hal­ten ha­ben sol­len – das geht ein­fach nicht“, sag­te Wei­kert.

Nach Mei­nung des 55-Jäh­ri­gen hat Hör­mann bei zahl­rei­chen Mit­glie­dern des Deut­schen Olym­pi­schen Sport­bun­des viel Kre­dit ver­spielt. „Ich er­war­te, dass von ihm et­was kommt, und im Üb­ri­gen er­war­ten das auch die Mit­ar­bei­ter der Trai­ner­aka­de­mie und mit ziem­li­cher Si­cher­heit noch viel, viel mehr Ver­tre­ter im deut­schen Sport, die das nicht in Ord­nung fin­den, was Herr Hör­mann zu­letzt ge­macht hat.“

Zu der von Hör­mann an­ge­kün­dig­ten Aus­spra­che ist Wei­kert be­reit. „Klar kön­nen wir uns aus­spre­chen, das ist im­mer sinn­voll, da­zu bin ich auch ger­ne be­reit. Vor­aus­set­zung ist aber, dass er ent­spre­chend der Wür­de sei­nes Am­tes auf mich zu­geht – zu­letzt hat er dies mit­un­ter ver­mis­sen las­sen.“

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