Bud Spen­cers Duis­bur­ger Er­be

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - SPORT -

30 Jah­re ist Ba­ris Öz­bek alt. Der Mit­tel­feld­spie­ler des Fuß­ball-Dritt­li­gis­ten MSV Duis­burg ist al­so in ei­ner Zeit auf­ge­wach­sen, in der es nor­mal war, gan­ze Sonn­ta­ge da­mit zu ver­brin­gen, vor der Glot­ze die Faust­küns­te von Bud Spen­cer und Te­rence Hill zu be­wun­dern. Sie wis­sen schon: Patsch, Patsch, Bo­ing! Wir wis­sen jetzt na­tür­lich nicht, was Öz­bek wäh­rend sei­ner Kind­heit in Castrop-Rau­xel so ge­trie­ben hat, aber wenn man es gut mit ihm meint, muss man ihn sich als gro­ßen Fan des in die­sem Jahr ver­stor­be­nen Bud Spen­cer vor­stel­len – der ein ge­wis­ses Pro­blem mit der Rea­li­tät hat. Am Sonn­tag stieß Öz­bek wäh­rend der Be­geg­nung ge­gen Sport­freun­de Lot­te erst ei­nen Ge­gen­spie­ler um und sah die ro­te Kar­te. In der Fol­ge stieg er sei­nem Kon­tra­hen­ten auf den Ober­schen­kel und räum­te dann, Patsch! Patsch! Bo­ing!, je­den wei­te­ren Sport­freund weg, der sich ihm in den Weg stell­te. Als Bud-Spen­cer-Par­odie be­trach­tet, sah dies ganz lus­tig aus. Doch na­tür­lich war es ei­ne gro­be Uns­port­lich­keit. Öz­bek kas­sier­te für sei­nen schlim­men Aus­ras­ter, den er sich selbst nicht er­klä­ren kann, ei­ne ho­he Geld­stra­fe sei­nes Ver­eins. (fil)

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