Die Feu­er­wehr bringt den Ni­ko­laus mit dem Boot über die Do­nau

Die Kir­chen­ge­mein­de er­war­tet ihn sin­gend am Ufer und be­glei­tet ihn an­schlie­ßend zur Kir­che hin­auf

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - RAVENSBURG/SCHEER -

SCHEER (jek) - Weil es mit dem Schlit­ten wohl sehr be­schwer­lich ge­wor­den wä­re, hat sich der Ni­ko­laus in die­sem Jahr da­zu ent­schie­den, mit dem Boot zu den Kin­dern nach Scheer zu kom­men. Mit­glie­der der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr nah­men ihn an Bord ih­res neu­en Boots Eu­gen und tru­gen ihn so si­cher die Do­nau hin­ab. Am Ufer emp­fin­gen ihn die Fa­mi­li­en aus Scheer.

„Die Idee hat­te Eu­gen Pröbst­le vom Kir­chen­ge­mein­de­rat“, sagt Hans-Pe­ter Hirt­ham­mer, der am Di­ens­tag­abend mit dem Ak­kor­de­on vor der Brust in der Do­n­au­stra­ße auf die An­kunft des Boo­tes war­tet. „Er hat das mal in Über­lin­gen mit­er­lebt und dach­te, dass es auch für Men­schen in Scheer ei­ne schö­ne Sa­che wä­re.“

Da hat Pröbst­le rich­tig ge­dacht, denn im­mer mehr neu­gie­ri­ge Zu­schau­er – dar­un­ter vie­le Fa­mi­li­en – tref­fen ein. Die Kin­der drän­gen nach vorn, wo ein Ab­sperr­band den di­rek­ten Zu­gang zur Do­nau ver­wehrt. Sie ver­ren­ken sich die Häl­se, kön­nen es kaum er­war­ten, das Boot mit dem Ni­ko­laus zu er­spä­hen. Ne­ben Hirt­ham­mer stel­len sich die Sän­ger des Kir­chen­chors auf. Die Sän­ger sind zwar nicht so auf­ge­regt wie die Kin­der, aber et­was Be­son­de­res ist die­ser Abend auch für sie. Be­glei­tet von Fa­ckel­trä­gern kom­men Pfar­rer Pon­ti­an Wass­wa und die Mess­die­ner den Weg von der Kir­che St. Ni­ko­laus hin­un­ter TRAUERANZEIGEN und stel­len sich für den Emp­fang auf.

„Da hin­ten, ich seh’ ihn“, ruft dann das ers­te Kind. Und tat­säch­lich: Das Feu­er­wehr­boot schwebt mehr her­an als dass es fährt. Dank Elek­tro­an­trieb herrscht Stil­le. Das Boot Eu­gen ist mit zwei Tan­nen­bäu­men ge­schmückt, der Ni­ko­laus steht und wird von Eu­gen Pröbst­le schon über den Laut­spre­cher an­ge­kün­digt und be­grüßt. Er hat sei­nen Bi­schofs­stab, ei­ne La­ter­ne und sein gol­de­nes Buch da­bei. Die Ein­satz­kräf­te der Feu­er­wehr fah­ren das Boot an die Aus­stiegs­stel­le her­an. Hier kann der Ni­ko­laus be­quem aus­stei­gen. Die Fa­mi­li­en be­grü­ßen ihn mit ei­nem Lied und ge­lei­ten ihn dann zur And­acht in die Kir­che hin­auf. Schließ­lich ist er auch der Na­mens­ge­ber der St.-Ni­ko­laus-Kir­che.

Das Ex­pe­ri­ment, den Ni­ko­laus auf dem Was­ser­weg in die Stadt Scheer kom­men zu las­sen, ist ge­lun­gen. Vie­le Fa­mi­li­en und Ein­woh­ner woll­ten die­se un­ge­wöhn­li­che Sze­ne mit­er­le­ben und ha­ben dem Boot ei­nen schö­nen Emp­fang be­rei­tet. Da dürf­te ja wohl klar sein: Ei­ne Wie­der­ho­lung im kom­men­den Jahr ist sehr er­wünscht. Ein Vi­deo von der An­kunft des Ni­ko­laus gibt es un­ter www.schwa­ebi­sche.de/ ni­ko­laus-scheer zu se­hen

FOTO: RÜ­DI­GER HART­MANN

Mit dem Feu­er­wehr­boot „Eu­gen“kommt der Ni­ko­laus über die Do­nau ge­fah­ren. In Scheer wird er von Ewald Braig und Eu­gen Pröbst­le vom Kir­chen­ge­mein­de­rat emp­fan­gen. Kir­chen­chor und Fa­mi­li­en be­grü­ßen ihn mit ei­nem Lied.

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