Al­len Dis­kus­sio­nen zum Trotz: Kreis­ver­kehr ist jetzt ei­ne run­de Sa­che

Pro­jekt stieß seit der Pla­nung auf Pro­test – Kri­tik ist weit­ge­hend ver­stummt – Ver­tre­ter aus Po­li­tik und Wirt­schaft kom­men zur Frei­ga­be

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - PFULLENDORF -

PFUL­LEN­DORF (SeK) - Der neue Kreis­ver­kehr am al­ten Spi­tal in Pful­len­dorf ist ges­tern Mor­gen voll­stän­dig für den Ver­kehr frei­ge­ge­ben wor­den. Zahl­rei­che Ver­tre­ter von Stadt­und Kreis­ver­wal­tung, des Pful­len­dor­fer Ge­mein­de­rats, des Re­gie­rungs­prä­si­di­ums Tü­bin­gen so­wie der be­tei­lig­ten Pla­ner und Fir­men be­sie­gel­ten das of­fi­zi­el­le En­de der Bau­ar­bei­ten, die im April be­gon­nen hat­ten. Wäh­rend der Ver­kehr wie­der fließt, wer­den in den kom­men­den Ta­gen noch ei­ni­ge Rest­ar­bei­ten er­le­digt. Die acht Mo­na­te mit Sper­run­gen, Um­lei­tun­gen und Lärm sind al­ler­dings vor­bei.

Bür­ger­meis­ter Tho­mas Kug­ler rief bei der of­fi­zi­el­len Frei­ga­be die Ge­schich­te des Kreis­ver­kehrs in Er­in­ne­rung. So ha­be die Stadt 2007 die „gro­ße his­to­ri­sche Chan­ce“ge­nutzt, der Deut­schen Bahn das Ge­län­de rund ums ehe­ma­li­ge Bahn­hofs­ge­bäu­de ab­zu­kau­fen. Das Bü­ro Schaudt aus Kon­stanz, das aus ei­nem fol­gen­den Ide­en­wett­be­werb zur Ent­wick­lung des Are­als her­vor­ging, und das ER­TIN­GEN (kli - Wenn er

in­gelt dreh ma sich noch­mals m und sc äf we er Nicht so n Er­ting In or weih­nachts­zeit at der ec r dort ein neue un­ge­wohn­te Funk­ti­on. Er tört icht sü Träu­men, on­dern ring Freu­de Klin­gelt näm­lich er ecker in den Ge­schäf­ten bei Be­za en an der Kas­se, bringt der schril­le Ton dem Kun­den inen Ge­winn.

Mi die­ser kti­on knüpft der Bund er elbs ndi­gen (BdS) i Er­tin­gen n den Er­folg ie­se Idee der ver­gan­ge­nen Jah­re n. Seit 2013 gibt es in Er­tin­gen die

ge­kam­pa­gne mit dem Schrift­zug „in­Er­tinGen.de“. Die Ge­schäf­te möch­ten, dass die Kun­den vor Ort kau­fen und den „Klick“ver­mei­den. Es kön­nen Ge­schenk­gut­schei­ne in de Fi­lia­len der reis­spar­kas­se un der Volks­bank-Raiff­ei­sen­bank Riedlingen erw ben wer­den.

Na­he­zu al­le Er­tin­ger Ge­schäf­te sind bis Weih­nach­ten mit da­be b es nun ei­nen

der auch rei­se zu ge­win­nen ibt, as bleibt je dem Ge­schäfts­in­ha er selbst über­las­sen. Die Ak­ti­on kommt sehr ut n bei de Kun­den und vie­le tten chon in ges We­cker­er­leb­nis, sprich Ge­winn. ke Op­ti­ker­meis­ter Ko­schick freut sich: „Die Ak­ti­on kommt gut an“. Sil­ke Renz und ihr hi­ma-Mo­den-Team: „Wir freu­en uns auf al­le Kun­den, die uns um hnachts­ein­kauf be­su­chen. Mit Früch­tep h und Leb­ku­che stim­men wir bei hi­ma oden auf die Weih­nachts­zeit ein.“Seit Be­ginn der Ak­ti­on ha­be r We­cker in der Bä­cke­rei p hon et­wa 20 mal ge­klin lt Weih­nacht­li­ches Er­tin­gen. be­rich­tet trid Kapp. Am Ni­ko­laus­tag gab es für die Ge­win­ner ei­nen Ni­ko­laus, an den nde­ren Ta­gen dür­fen i se sic über Pra­li­nen, ei­ne Früh­stück­stü­te oder ei­ne Fla­sche Sek freu­en. Bei Zim­mer­mann o- torg rä­te – dort ist das Ein­kaufs­pa­ra­dies für Män­ner – kön­nen e un­den aus ei­ne Ge­schenk­bo au ähl n un selbst nt che en ob es ein Ka­nis­ter oder ei Me­ter­stab sein da f. Weib che Ge­win­ne­rin­nen be­kom­men Fla­sche Sekt.

Be Meis­ter Ko­schick, dem Op­tik­fach­ge­schä t, In­geni­n­eurbü­ro Br­ein­lin­ger aus Tutt­lin­gen schlu­gen schließ­lich die Um­ge­stal­tung der Kreu­zung zu ei­nem Kreis­ver­kehr vor. Die Ar­gu­men­te für die Um­set­zung die­ser Idee hät­ten von der ho­hen Ver­kehrs­last und

5 Eu­ro Ein­kaufs­gut­schei­nen, Bril­le­n­etuis, in ege­spray oder auch mal ein Scho kläd­le. „Da sind wir fle­xi­bel un die Ak­ti­on ommt wie er­war­te gut an“, agt Die­ter Ko­schick. Bei „Schreibchic“über­reicht Bir­git Klawitter den Ge­win­nern ger­ne Weih­nachts­de­ko. Auch in Ga­bys Ba­s­teltru­he klin­gelt der We­cker mehr­mals am . „Die Kun­den be­kom­men et s Fer­ti­ges, bei­spiels­wei­se ei­ne tren­di­ge Ker­ze, oder wenn es zum Ein­kauf passt auch zu­sätz­li­che Ba­s­tel­ma­te­ri­al“, er­klärt Ga­by Wie­dem n. dem ho­hen Schwer­las­t­an­teil über die Auf­wer­tung des süd­li­chen Stadt­ein­gangs bis hin zu den lan­gen War­te­zei­ten an den Am­peln ge­reicht, sag­te Tho­mas Kug­ler. Um­strit­ten war das Vor­ha­ben den­noch. So spra­chen sich in ei­ner Ge­mein­de­rats­sit­zung im Mai 2013 ei­ni­ge Mit­glie­der des Gre­mi­ums durch­aus für die Bei­be­hal­tung der Kreu­zung aus.

Nach­dem der Ge­mein­de­rat den­noch für den Kreis­ver­kehr ge­stimmt hat­te, mel­de­ten sich Fahr­leh­rer Chris­ti­an Gaa und Ralph Mül­ler zu Wort. Sie äu­ßer­ten die Be­fürch­tung, dass die Stadt nach dem Weg­fall der Am­pel­kreu­zung nicht mehr als Prü­fungs­ort für Füh­rer­schein­prü­fun­gen zur Ver­fü­gung ste­hen könn­te. Ei­ner von den Fahr­leh­rern ge­grün­de­ten Face­book-Grup­pe schlos­sen sich knapp 2000 Un­ter­stüt­zer an. Am En­de Ein­kau­fen in At­mo­sphä­re Bei der Bä­cke­rei Kapp gab es pas­send ei­nen hnacht­li­cher im Mo­den. iko­laus. ver­lief der Pro­test al­ler­dings im Sand. Und Füh­rer­schein­prü­fun­gen kön­nen in Pful­len­dorf im­mer noch ab­ge­nom­men wer­den. Un­ter­schrif­ten ge­gen die Bau­stel­le Er­neu­te Kri­tik ha­gel­te es kurz vor Bau­be­ginn: Im März drück­ten 60 Ge­schäfts­leu­te, Gas­tro­no­men und Ver­tre­ter des Ge­sund­heits­we­sens mit ei­ner Un­ter­schrif­ten­lis­te ih­ren Pro­test aus. Sie for­der­ten die Stadt da­zu auf, den Kreis­ver­kehr erst zu bau­en, wenn wei­te­re gro­ße Bau­maß­nah­men ab­ge­schlos­sen sind. Die Ver­wal­tung über­ar­bei­te­te die Um­lei­tun­gen, hielt aber am grund­sätz­li­chen Zeit­plan fest.

„Im In­ter­es­se der In­nen­stadt ha­ben wir uns da­zu ent­schie­den, die Stra­ße wäh­rend der Bau­ar­bei­ten nicht voll zu sper­ren“, sag­te Tho­mas Kug­ler ges­tern. Die­se Va­ri­an­te wä­re kür­zer und da­mit auch bil­li­ger aus­ge­fal­len. Durch Kri­tik und Dis­kus­sio­nen ha­be die Stadt ei­ni­ge Ver­bes­se­run­gen um­set­zen kön­nen. „Aber auch Kri­ti­ker, die sich am An­fang ge­mel­det ha­ben, sa­gen in­zwi­schen: Der Kreis­ver­kehr ist gut ge­wor­den.“Un­term Strich zahlt die Stadt für das Pro­jekt ei­ne Mil­li­on Eu­ro.

Of­fen ist der­zeit noch, was mit der Um­ge­bung des Kreis­ver­kehrs pas­siert. So wer­den so­wohl die Flä­che zwi­schen dem Ge­schäft „Schen­ken und Spie­len“und der Metz­ge­rei End­res als auch der Stadt­gar­ten­vor­platz über­wie­gend für Park­plät­ze ge­nutzt. Das muss lang­fris­tig nicht so blei­ben. Die Stra­ßen, die als nächs­tes sa­niert wer­den müs­sen, sind laut Stadt­ver­wal­tung vor al­lem die Gar­ten­stra­ße und die Über­lin­ger Stra­ße.

FO­TOS (3): GE­ORG KLIEBHA FOTO: HI­MA MO­DEN

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Die Ver­ant­wort­li­chen ge­ben den Kreis­ver­kehr für den Ver­kehr frei.

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