OSZE-Mi­nis­ter oh­ne ge­mein­sa­me Ab­schluss­er­klä­rung

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

HAM­BURG (dpa) - Oh­ne ei­ne ge­mein­sa­me Ab­schluss­er­klä­rung ist das Mi­nis­ter­tref­fen der Or­ga­ni­sa­ti­on für Si­cher­heit und Zu­sam­men­ar­beit in Eu­ro­pa (OSZE) zu En­de ge­gan­gen. Die 57 Mit­glieds­län­der konn­ten sich nach zwei­tä­gi­gen Be­ra­tun­gen nicht auf ei­ne Li­nie ver­stän­di­gen. Statt­des­sen ver­öf­fent­lich­te Deutsch­land als Gast­ge­ber des Tref­fens und am­tie­ren­der OSZE-Vor­sit­zen­der ei­ne ei­ge­ne Er­klä­rung.

Au­ßen­mi­nis­ter Frank-Wal­ter St­ein­mei­er (SPD) mahn­te in ei­ner Bi­lanz, die OSZE müs­se „ef­fek­ti­ver und hand­lungs­fä­hi­ger“wer­den. Mit Blick auf Her­aus­for­de­run­gen wie Ter­ro­ris­mus und Cy­ber-Kri­mi­na­li­tät warn­te er vor „na­tio­na­len Al­lein­gän­gen“. In dem deut­schen Ab­schluss­pa­pier ist of­fen von „Dif­fe­ren­zen“so­wie von Ver­stö­ßen ge­gen das Völ­ker­recht und die Grund­sät­ze der OSZE die Re­de. Kein Staat wird je­doch mit Na­men ge­nannt. Zu den Staa­ten, die ein ge­mein­sa­mes Pa­pier blo­ckier­ten, ge­hör­ten Russ­land und die Ukrai­ne. Der rus­si­sche Au­ßen­mi­nis­ter Ser­gej La­w­row warf dem Wes­ten er­neut vor, ein Zerr­bild zu zeich­nen.

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