Stra­fen soll­ten här­ter wer­den

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - MEINUNG & DIALOG - Wir freu­en uns über Ih­re Brie­fe. Bit­te ha­ben Sie aber Ver­ständ­nis da­für, dass wir für die Ver­öf­fent­li­chung ei­ne Aus­wahl tref­fen und uns auch Kür­zun­gen vor­be­hal­ten müs­sen. Le­ser­zu­schrif­ten stel­len kei­ne re­dak­tio­nel­len Bei­trä­ge dar. An­ony­me Zu­schrif­ten könn

Das Er­eig­nis in Frei­burg und Bochum ist ei­ne schlim­me Tat. Schläft un­se­re Po­li­tik? War­um wer­den im­mer noch nicht die Ge­set­ze ge­än­dert? Das Straf­maß muss so hoch sein, dass die­se Tä­ter für im­mer weg­ge­schlos­sen wer­den und nicht nach ein paar Jah­ren wie­der frei sind und even­tu­ell rück­fäl­lig wer­den. Heut­zu­ta­ge wird doch je­der Dieb­stahl, Ein­bruch, Kör­per­ver­let­zung und Tö­tungs­de­likt hu­man be­straft. Da wun­dert sich die Po­li­tik, war­um im­mer mehr Bür­ger rechts an­ge­haucht sind. Zu­dem soll­te man vor­sich­tig sein mit sei­nen Aus­sa­gen und nicht al­le Im­mi­gran­ten über ei­nen Kamm sche­ren. Was nützt uns das, dass die Po­li­zei die Ver­bre­cher fängt, wenn sie dann in kür­zes­ter Zeit wie­der auf frei­em Fuß sind? Wolf­gang Gan­ser, Me­cken­beu­ren Fak­ten nicht ver­ges­sen Wenn in ei­ner Fra­ge an Frau La­mya Kad­dor fest­ge­stellt wird, dass es mehr deut­sche Ver­ge­wal­ti­ger gibt als aus­län­di­sche Tä­ter, ist das na­tür­lich rich­tig. Oh­ne zu­sätz­li­che An­ga­ben ist ei­ne sol­che Fest­stel­lung al­ler­dings je nach In­ter­es­sen­la­ge be­lie­big in­ter­pre­tier­und miss­ver­steh­bar. Kor­rekt wä­re die Fak­ten­la­ge, zum Bei­spiel dar­ge­stellt mit ei­nem Ver­gleich von je 100 000 Deut­schen und 100 000 in Deutsch­land le­ben­den Aus­län­dern, den dar­un­ter be­find­li­chen si­cher über­führ­ten Ver­ge­wal­ti­gern in bei­den Grup­pen und der zu­sätz­li­chen An­ga­be des An­teils der in Deutsch­land le­ben­den Aus­län­der an der Ge­samt­be­völ­ke­rung (et­wa zehn Pro­zent). Die­se Art der Ver­öf­fent­li­chung muss man Mi­nis­ter Joa­chim Herr­mann zu­gu­te hal­ten.

Im Be­richt über die Si­cher­heits­la­ge in Bay­ern wird un­ter „Aus­län­der­kri­mi­na­li­tät“fest­ge­hal­ten: Der An­teil Nicht­deut­scher an den Ver­däch­ti­gen be­trug im Jahr 2015 31,5 Pro­zent oder an­ders aus­ge­drückt: Von 100 000 ver­däch­ti­gen Straf­tä­tern im Jahr 2015 in Bay­ern wa­ren 31 500 Aus­län­der und 68 500 baye­ri­sche Bür­ger deut­scher Ab­stam­mung. Hier fehlt al­ler­dings der Hin­weis, dass in die­sen Zah­len sehr wahr­schein­lich auch nicht in Deutsch­land be­zie­hungs­wei­se Bay­ern le­ben­de straf­fäl­lig ge­wor­de­ne Aus­län­der, al­so „Kri­mi­nal­tou­ris­ten“, ent­hal­ten sind. Ha­rald Schul­ze, Wei­ßens­berg Zum In­ter­view „Elek­tro­mo­bi­li­tät be­ginnt im Kopf“mit Mat­thi­as Vogt (19.11.): Ne­ben den un­ge­lös­ten Fragen über ak­zep­ta­ble Reich­wei­ten, Prei­se und zu den un­si­che­ren Res­sour­cen bleibt der im­men­se Auf­wand in die not­wen­di­ge In­fra­struk­tur un­er­wähnt. Die der­zeit leis­tungs­fä­higs­te La­de­sta­ti­on be­nö­tigt 30 Mi­nu­ten, um Strom für 270 Ki­lo­me­ter Fahr­stre­cke nach­zu­la­den, ein Tank­vor­gang an ei­ner nor­ma­len Tank­stel­le (ge­schätz­te) vier Mi­nu­ten, aber für min­des­tens 400 Ki­lo­me­ter. Rech­net man mit die­sen Zah­len ei­ne mit­tel­gro­ße Au­to­bahn­tank­stel­le mit acht Zapf­säu­len hoch, so braucht ei­ne „Elek­tro-Tank­stel­le“für die gleich Zahl an Be­tan­kun­gen 60 La­de­sta­tio­nen mit fast 7200 Ki­lo­watt in­stal­lier­ter Leis­tung auf ei­ner Flä­che von min­des­tens 3000 Qua­drat­me­tern. Auch in der hei­mi­schen Ga­ra­ge wird es pro­ble­ma­tisch, ein Ak­ku für 400 Ki­lo­me­ter Reich­wei­te bräuch­te mit ei­nem Stan­dard-Strom­an­schluss 30 bis 50 St­un­den für ei­ne Voll­la­dung. Und wie sol­len die vie­len Stell­plät­ze in Ga­ra­gen­hö­fen oh­ne Strom­an­schluss (oder nur Licht­strom) und die vie­len „La­ter­nen­par­ker“ver­sorgt wer­den? Die zu schaf­fen­de In­fra­struk­tur wird Mil­li­ar­den kos­ten, und das wird un­wei­ger­lich auf den Strom­preis um­ge­legt. Wil­helm Na­gel, Schlier Lie­be Le­se­rin­nen, lie­be Le­ser, Schwä­bi­sche Zei­tung Karl­stra­ße 16 88212 Ra­vens­burg Fax-Nr. 0751 / 295599-1499 Le­ser­brie­fe@schwa­ebi­sche­zei­tung.de

Zum In­ter­view „Wich­tig ist, das Pro­blem klar zu be­nen­nen“mit der Is­lamex­per­tin La­mya Kad­dor (8.12.):

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