Trau­er um US-As­tro­nau­ten John Glenn

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - JOURNAL -

NEW YORK (AFP/dpa) - Nach dem Tod des ame­ri­ka­ni­schen As­tro­nau­ten John Glenn ha­ben Pro­mi­nen­te und Po­li­ti­ker des­sen Le­bens­werk ge­wür­digt. Glenn starb am Don­ners­tag im Al­ter von 95 Jah­ren in sei­nem Hei­mat­bun­des­staat Ohio. Glenn war 1962 der ers­te US-As­tro­naut im All, der die Er­de um­run­de­te. Al­ler­dings ver­lo­ren die USA da­mals den Wett­lauf mit der So­wjet­uni­on: Ei­ni­ge Mo­na­te vor Glenn war der Kos­mo­naut Ju­ri Ga­ga­rin um die Er­de ge­kreist.

Im Al­ter von 77 Jah­ren wur­de Glenn dann der äl­tes­te As­tro­naut, der je­mals ins All reis­te. Er um­kreis­te 1998 an Bord der Welt­raum­fäh­re „Dis­co­very“134 Mal die Er­de.

Der As­tro­naut ha­be den Ame­ri­ka­nern bei­ge­bracht, dass es „mit Mut und Ent­de­cker­geist kei­ne Gren­ze gibt bei den Hö­hen, die wir zu­sam­men er­rei­chen kön­nen“, sag­te USPrä­si­dent Ba­rack Oba­ma. NASAChef-Charles Bol­den sag­te: „Glenns au­ßer­ge­wöhn­li­cher Mut, In­tel­lekt, Pa­trio­tis­mus und Men­sch­lich­keit wa­ren die Eck­punk­te ei­nes groß­ar­ti­gen Le­bens.“

Glenn mach­te nach sei­ner Raum­fahrt­ei­ne Po­li­ti­ker­kar­rie­re. Von 1974 bis 1998 war er Se­na­tor der De­mo­kra­ten in Wa­shing­ton. Zwei­mal be­warb er sich um ei­ne Prä­si­dent­schafts­kan­di­da­tur. Bis ins ho­he Al­ter hielt er sich kör­per­lich fit, um für ei­nen mög­li­chen wei­te­ren Welt­rau­m­ein­satz be­reit­zu­ste­hen. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren ließ Glenns Ge­sund­heit dann stark nach. Vor zwei Jah­ren wur­de er am Her­zen ope­riert, spä­ter er­litt er ei­nen Schlag­an­fall.

FO­TO: NASA/DPA

As­tro­naut John Glenn.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.