Ma­ria­ber­ger Ar­bei­ter be­stü­cken 75 000 Kom­mis­sio­nier­kof­fer

Dia­ko­ni­sche Ein­rich­tung und Fir­ma Trumpf bli­cken auf ei­ne zwölf­jäh­ri­ge Zu­sam­men­ar­beit zu­rück

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - ALB/LAUCHERT -

MA­RIA­BERG (sz) - Im Jahr 2004 hat­ten And­reas Schulz aus dem Hau­se Trumpf und Bru­no Her­un­ter von den Ma­ria­ber­ger Werk­stät­ten die Idee, in dem welt­weit agie­ren­den Un­ter­neh­men Trumpf ei­ne Au­ßen­ar­beits­grup­pe in Het­tin­gen mit Ma­ria­ber­ger Kli­en­ten ein­zu­rich­ten. Da­nach wur­de ei­ne Ar­beits­grup­pe auf­ge­baut, die heu­te aus dem Werk in Het­tin­gen nicht mehr weg­zu­den­ken ist. Kürz­lich ka­men vie­le Un­ter­stüt­zer so­wie die Ma­ria­ber­ger Ar­bei­ter im Ca­fé fair & mehr in Gam­mer­tin­gen zu­sam­men, um den ge­mein­sa­men Er­folg und die zwölf­jäh­ri­ge Zu­sam­men­ar­beit zu fei­ern.

Rü­di­ger Böhm, ei­ner der bei­den Ma­ria­ber­ger Vor­stän­de, be­grüß­te die ge­la­de­nen Gäs­te und sag­te: „Es geht dar­um, dass In­klu­si­on wirk­lich ge­lebt wird.“Mit der Un­ter­stüt­zung von Ar­beits­er­zie­hern sei es mög­lich, dass Men­schen mit Be­hin­de­rung in ei­nem welt­weit agie­ren­den Un­ter­neh­men tä­tig sei­en, be­ton­te Böhm. Er sag­te auch, dass die bei Trumpf be­schäf­tig­ten Kli­en­ten sehr en­ga­giert sei­en und sich mit dem Un­ter­neh­men iden­ti­fi­zie­ren wür­den. „So et­was funk­tio­niert nur, wenn auch die Mit­ar­bei­ten­den in der Fir­ma hin­ter der Idee ste­hen – und das ist nicht selbst­ver­ständ­lich, son­dern ver­dient An­er­ken­nung.“Auch der Het­tin­ger Werks­lei­ter Stef­fen Braun schätzt die Zu­sam­men­ar­beit, das En­ga­ge­ment und die Leis­tun­gen der Ma­ria­ber­ger Kli­en­ten: „Ich wüss­te nicht, dass un­se­re Pro­duk­ti­on ein­mal we­gen Ma­ria­berg still­ge­stan­den hät­te – we­gen vie­ler an­de­rer schon, we­gen uns selbst auch, aber nie we­gen Ma­ria­berg.“In den elf Jah­ren, die Braun selbst in­zwi­schen bei Trumpf ar­bei­tet, hät­ten die Ma­ria­ber­ger Kli­en­ten 75 000 Kom­mis­sio­nier­kof­fer be­stückt und zu­sätz­lich gut 30 000 St­un­den wert­vol­le Un­ter­stüt­zung ge­leis­tet. Ver­ant­wort­li­che be­rei­ten Ein­satz gut vor Bern­hard Mohl, Ma­ria­ber­ger Be­reichs­lei­ter „Pro­duk­ti­on und re­gio­na­le Ar­beits­plät­ze“, schil­der­te, wie in­ten­siv sei­ne Kol­le­gen und er in Ma­ria­berg, aber auch die Mit­ar­bei­ten­den bei Trumpf, die Zu­sam­men­ar­beit im Vor­feld vor­be­rei­tet ha­ben, da­mit sie so gut wie mög­lich funk­tio­nie­ren konn­te. Da­zu ge­hör­te da­mals auch, dass sich die Mit­ar­bei­ten­den in Be­zug auf die Ar­beits­be­din­gun­gen für die Kli­en­ten so weit wie mög­lich am all­ge­mei­nen Ar­beits­markt ori­en­tiert ha­ben. Das soll­te vor al­lem für rea­li­täts­na­he Ar­beits­be­din­gun­gen sor­gen und so ei­ner op­ti­ma­len Vor­be­rei­tung die­nen. Bern­hard Mohl dank­te der Fir­ma Trumpf und sag­te: „Wir ha­ben die Zu­sam­men­ar­beit mit Trumpf ge­wagt, und sie hat ei­nen ho­hen Wert für al­le Be­tei­lig­ten.“

FO­TO: PRI­VAT

Mit­ar­bei­ter der Het­tin­ger Fir­ma Trumpf und der dia­ko­ni­schen Ein­rich­tung Ma­ria­berg bli­cken auf ih­re zwölf­jäh­ri­ge Zu­sam­men­ar­beit zu­rück.

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