Öl­för­der­län­der kür­zen ih­ren Aus­stoß wei­ter

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - WIRTSCHAFT -

WI­EN (dpa) - Mit ei­nem his­to­ri­schen Schul­ter­schluss wol­len das Öl­kar­tell Opec und an­de­re För­der­län­der die Prei­se für Roh­öl wei­ter nach oben trei­ben. Die Or­ga­ni­sa­ti­on erd­öl­ex­por­tie­ren­der Län­der (Opec) und rund ein Dut­zend Nicht-OpecLän­der ei­nig­ten sich am Wo­che­n­en­de in Wi­en auf ei­ne wei­te­re Kür­zung der Öl­för­de­rung um 558 000 Fass (je 159 Li­ter) am Tag. Das be­rich­te­te der Öl­mi­nis­ter Ka­tars und mo­men­ta­ne Opec-Chef, Mo­ham­med Bin Sal­eh Al-Sa­da (Foto: AFP).

Russ­land als ak­tu­ell größ­ter Öl­pro­du­zent will al­lein 300 000 Bar­rel we­ni­ger pro­du­zie­ren. Al­ler­dings wer­de die Dros­se­lung all­mäh­lich be­gin­nen und erst im April oder Mai 2017 den vol­len Um­fang er­rei­chen, sag­te der rus­si­sche Ener­gie­mi­nis­ter Alex­an­der No­wak der Agen­tur Tass.

Die Maß­nah­me un­ter­stützt die jüngst von der Opec be­schlos­se­ne ei­ge­ne Kür­zung ih­rer Pro­duk­ti­on um 1,2 Mil­lio­nen Bar­rel am Tag im ers­ten Halb­jahr 2017. Die Opec-Pro­duk­ti­on soll künf­tig bei 32,5 Mil­lio­nen Bar­rel lie­gen. Ins­ge­samt ha­ben sich nun mehr als 20 Län­der ent­schie­den, we­ni­ger Öl zu för­dern.

Die Ver­ein­ba­rung wird nach Über­zeu­gung von Ana­lys­ten den Öl­preis und da­mit auch die Prei­se für Ben­zin und Heiz­öl kurz­fris­tig stei­gen las­sen. Al­ler­dings er­war­ten Ex­per­ten mit­tel­fris­tig kei­ne deut­li­che Ver­teue­rung. Selbst mit den Kür­zun­gen – soll­ten sie über­haupt Be­stand ha­ben – sei im ers­ten Halb­jahr zu viel Öl auf dem Markt, so ein Ex­per­te des For­schungs­un­ter­neh­mens JBC. „An den Zapf­säu­len be­deu­tet der heu­ti­ge Schritt mit­tel­fris­tig nur ei­ni­ge Cent mehr“, so der Ex­per­te wei­ter.

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