Ad­vents­stern­schnup­pen sind im An­flug

Ge­mi­ni­den er­rei­chen ih­ren Hö­he­punkt

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - JOURNAL -

KÖLN (AFP) - Him­mels­gu­cker dür­fen sich an den kom­men­den Ta­gen auf ei­nen der schöns­ten Me­te­or­schwär­me des Jah­res freu­en: Bei wol­ken­frei­em Him­mel wird An­fang der Wo­che ei­ne Viel­zahl von Stern­schnup­pen über den vor­win­ter­li­chen Nacht­him­mel flit­zen. Der all­jähr­li­che Strom der Ge­mi­ni­den er­reicht am Di­ens­tag sei­nen Hö­he­punkt. Stern­gu­cker müs­sen al­ler­dings da­mit rech­nen, dass der Mond die licht­schwä­che­ren Ge­mi­ni­den-Me­teo­re über­strah­len wird.

Be­reits seit Mit­te des 19. Jahr­hun­derts wird der Stern­schnup­pen­re­gen der Ge­mi­ni­den be­ob­ach­tet. Da­bei bringt der Schwarm oft be­son­ders vie­le und hel­le Stern­schnup­pen her­vor, die bei kla­rem Wet­ter auch am Him­mel über licht­durch­flu­te­ten Groß­städ­ten zu se­hen sind. Am bes­ten eig­nen sich al­ler­dings dunk­le Or­te fern­ab der Städ­te zum Be­ob­ach­ten der vor­weih­nacht­li­chen Him­mels­flit­zer – Or­te al­so oh­ne künst­li­ches Licht und mit gu­ter Rund­um­sicht. Wer den Me­te­or­strom fo­to­gra­fie­ren will, soll­te ei­ne Ka­me­ra mit ei­nem Weit­win­kel­ob­jek­tiv auf ein Sta­tiv mon­tie­ren und ei­ne Lang­zeit­be­lich­tung wäh­len.

Die Ge­mi­ni­den ste­hen meist im Schat­ten der we­sent­lich be­kann­te­ren Per­sei­den, die im Som­mer auf die Er­de nie­der­ge­hen. Das liegt vor al­lem an der Jah­res­zeit: Das kal­te und oft auch trü­be De­zem­ber­wet­ter bie­tet un­be­que­me­re Be­ob­ach­tungs­be­din­gun­gen als laue Som­mer­näch­te.

Das Stern­bild Zwillinge (la­tei­nisch ge­mi­ni) mit sei­nen Haupt­ster­nen Cas­tor und Pol­lux stand Pa­te bei der Na­mens­ge­bung für den Ge­mi­ni­den-Schwarm, weil die De­zem­bers­tern­schnup­pen aus ge­nau die­ser Rich­tung zu fal­len schei­nen. Die Schnup­pen stam­men von ei­ner Staub­wol­ke, die ein As­te­ro­id mit dem Na­men Phae­ton hin­ter­ließ und wel­che die Er­de auf ih­rer Bahn um die Son­ne je­des Jahr um die glei­che Zeit durch­quert. Da­bei tre­ten Staub­par­ti­kel in die Erd­at­mo­sphä­re ein und er­zeu­gen die als Stern­schnup­pen be­kann­ten Leucht­phä­no­me­ne.

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