För­der­ver­ein sam­melt 225 000 Eu­ro

Un­ger: „Zur­zeit ist es am wich­tigs­ten, den Kin­dern den Bauch zu fül­len“

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - MESSKIRCH - Von Su­san­ne Grimm

STET­TEN AM KAL­TEN MARKT - Seit zehn Jah­ren gibt es den Stet­tener För­der­ver­ein „Zu­kunft für Kin­der in Ugan­da“un­ter dem Vor­sitz von Clau­dia Mogg. Mit Stolz kann der Ver­ein auf das Schul­pro­jekt des ka­tho­li­schen Pfar­rers La­wrence Ka­tam­ba aus Ugan­da zu­rück­bli­cken. Bis En­de des ver­gan­ge­nen Jah­res konn­te der Ver­ein weit mehr als 225 000 Eu­ro an Spen­den zu­sam­men­tra­gen, um ugan­di­schen Kin­dern, über­wie­gend mit HIV-in­fi­zier­ten Wai­sen­kin­der, ei­ne Schul- und Be­rufs­aus­bil­dung zu er­mög­li­chen, aber ih­nen auch Un­ter­kunft, Ver­pfle­gung und Für­sor­ge zu ge­ben. Mit die­ser be­acht­li­chen Sum­me ha­be die St. Mau­ri­ti­us-Schu­le in dem klei­nen ugan­di­schen Dorf Kig­an­wa-Mi­tya­na ei­ne be­acht­li­che Ent­wick­lung durch­ge­macht, dies hat Clau­dia Mogg bei ei­nem In­for­ma­ti­ons­abend dar­ge­legt.

Die St.-Mau­ri­ti­us-Schu­le, be­nannt nach der ka­tho­li­schen Pfarr­ge­mein­de Stet­ten am kal­ten Markt, bie­tet der­zeit rund 200 Kin­dern Hei­mat, Nah­rung und Bil­dung. Die un­si­che­re wirt­schaft­li­che Si­tua­ti­on des Lan­des wirk­te und wir­ke sich nach wie vor auf die Ver­sor­gungs­la­ge der In­ter­nats­schu­le aus. Al­lein um die Kos­ten für Ver­pfle­gung, Klei­dung und me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung der Kin­der zu de­cken, sei­en pro Jahr rund 125 000 Eu­ro nö­tig. Des­halb sah sich Pfar­rer Ka­tam­ba, der seit Jah­ren re­gel­mä­ßig die Ur­laubs­ver­tre­tung von Stet­tens ka­tho­li­schem Pfar­rer über­nimmt, ge­zwun­gen, die Zahl der Schü­ler auf rund die Hälf­te zu re­du­zie­ren. Noch im Jahr 2014 wa­ren es mehr als 400 Kin­der, nun sind es et­wa 200. Le­bens­mit­tel­ver­sor­gung ist schlecht Zur­zeit kon­zen­triert sich der Ver­ein auf die Gr­und­ver­sor­gung der Schü­ler, Aus­zu­bil­den­den und An­ge­stell­ten, denn die mo­men­ta­ne Ver­sor­gungs­la­ge mit Le­bens­mit­teln ist in dem afri­ka­ni­schen Land und da­mit auch an der St.-Mau­ri­ti­us-Schu­le, mehr schlecht als recht, hat­te Vi­ze­vor­sit­zen­der Karl-Ar­thur Un­ger be­tont. „Zur­zeit ist es am Wich­tigs­ten, den Kin­dern den Bauch zu fül­len. Erst dann kön­nen wir uns wie­der ein­zel­nen Pro­jek­ten, wie dem Bau ei­nes un­ter­ir­di­schen Was­ser­tanks, wid­men“, sag­te Un­ger. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren hät­ten Pro­jek­te von Ver­ei­nen und Grup­pen, ak­ti­ves Spon­so­ring der kirch­li­chen und zi­vi­len Ge­mein­de, so­wie un­er­müd­li­che Ein­sät­ze von Ein­zel­per­so­nen be­acht­li­che Sum­men ein­ge­bracht. Ak­tio­nen und Be­ne­fiz­ver­an­stal­tun­gen wie das Neu­jahrs­kon­zert des Col­le­gi­um mu­si­ca­le, das ei­nen Er­lös von mehr als 2700 Eu­ro ein­brach­te, oder die „Kohl­haas“-Auf­füh­rung des Thea­ters Lin­den­hof mit rund 1440 Eu­ro tru­gen eben­so da­zu bei.

Ins­be­son­de­re die Tä­tig­keit von Ma­ria Gars­ke-Gaupp aus Stet­ten am kal­ten Markt und ih­res Ehe­man­nes brach­ten gu­te Er­geb­nis­se. Das Ehe­paar sucht seit Jah­ren täg­lich öf­fent­li­che An­la­gen und Ab­fall­be­häl­ter des Or­tes nach Leer­gut ab und spen­det das ein­ge­nom­me­ne Pfand kom­plett dem För­der­ver­ein. Da­mit sei­en in zwei Jah­ren knapp 3000 Eu­ro zu­sam­men ge­kom­men, sag­te Clau­dia Mogg. Mit Recht ha­be die Leer­gut­samm­le­rin ei­ne Aus­zeich­nung der Ge­mein­de er­hal­ten.

Durch sie und vie­le an­de­re grö­ße­re und klei­ne­re Ak­tio­nen konn­te an Flucht­ur­sa­chen be­kämp­fen, men­schen­wür­di­ges Le­ben er­mög­li­chen: Die­sen Schwer­punkt set­zen wir in die­sem Jahr mit un­se­rer Weih­nachts­spen­den­ak­ti­on. Die Spen­den kom­men der Hil­fe für Men­schen im Nord-Irak, Ei­ne-Wel­tStif­tun­gen aus der Ca­ri­tas-Stif­ter­fa­mi­lie und eh­ren­amt­li­chen Initia­ti­ven in Würt­tem­berg so­wie im Land­kreis Lin­dau zu­gu­te. Ih­re Spen­de hilft Men­schen in ih­rer Hei­mat zu blei­ben und nicht flie­hen zu müs­sen. Spen­den Sie jetzt! Ei­ne Spen­den­quit­tung wird auf Pfar­rer Ka­tam­ba im Jahr 2013 ei­ne Ge­samt­s­pen­den­sum­me in Hö­he von mehr als 23 300 Eu­ro über­ge­ben wer­den. Auch das Er­geb­nis der ver­gan­ge­nen zwei Jah­re kann sich mit ei­ner Sum­me von 45 000 Eu­ro se­hen las­sen. Dass je­der Eu­ro drin­gen­der denn je ge­braucht wür­de, sei bei der Haupt­ver­samm­lung des ver­gan­ge­nen Jah­res deut­lich ge­wor­den. Erst­mals muss­ten im ver­gan­ge­nen Jahr Gel­der zur Fi­nan­zie­rung des Le­bens­un­ter­halts be­reit­ge­stellt wer­den. Konn­ten in der Ver­gan­gen­heit mit den Spen­den spe­zi­el­le Pro­jek­te ver­wirk­licht wer­den, so müss­ten nun Gr­und­nah­rungs­mit­tel wie Mais be­schafft wer­den. „Wir müs­sen in Zu­kunft ver­stärkt Mit­tel in die Ba­sis­fi­nan­zie­rung ste­cken, um das Über­le­ben der Schu­le zu si­chern“, sag­te Un­ger. Wunsch bzw. ab 200 Eu­ro au­to­ma­tisch er­stellt. Ge­ben Sie hier­für bit­te Ih­ren Na­men und Ih­re Adres­se an so­wie das Stich­wort „ZWB“im Ver­wen­dungs­zweck. Möch­ten Sie na­ment­lich nicht auf der Dank­sei­te er­schei­nen, set­zen Sie bit­te ein X in das ers­te Feld des Ver­wen­dungs­zwecks. Spen­den­kon­to: Ca­ri­tas­ver­band der Diö­ze­se Rot­ten­burg-Stutt­gart e. V. Bank für So­zi­al­wirt­schaft Stutt­gart IBAN: DE90 6012 0500 0001 7088 00 BIC: BFSWDE33STG Stich­wort: Hel­fen bringt Freu­de schwa­ebi­sche.de/ weih­nachts­spen­den­ak­ti­on

FOTO: PR

Zur­zeit kon­zen­triert sich der För­der­ver­ein auf die Gr­und­ver­sor­gung der Schü­ler, Aus­zu­bil­den­den und An­ge­stell­ten an der St.-Mau­ri­ti­us-Schu­le.

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