Brei­te Mehr­heit im Bun­des­tag für Atom­pakt er­war­tet

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

BER­LIN (dpa) - Der ge­plan­te Mil­li­ar­den­pakt des Staa­tes mit den Ener­gie­kon­zer­nen zur Ent­sor­gung der Atom-Alt­las­ten wird von ei­ner brei­ten Bun­des­tag-Mehr­heit ge­tra­gen. Uni­on, SPD und Grü­ne wer­den an die­sem Don­ners­tag den Ent­sor­gungs­pakt im Par­la­ment end­gül­tig be­schlie­ßen, wie die je­wei­li­gen stell­ver­tre­ten­den Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den der Par­tei­en am Mon­tag in Ber­lin an­kün­dig­ten. Er­war­tet wer­de an­schlie­ßend auch die Zu­stim­mung der Län­der zu dem Atom­de­al. Die Grü­nen sind in­zwi­schen an elf der 16 Lan­des­re­gie­run­gen be­tei­ligt.

Der Ver­trag sieht vor, dass der Staat den Kern­kraft­be­trei­bern die Ver­ant­wor­tung für die Atom­müll­End­la­ge­rung ab­nimmt. Da­für sol­len die Strom­kon­zer­ne bis zum Jahr 2022 23,55 Mil­li­ar­den Eu­ro bar in ei­nen staat­li­chen Fonds über­wei­sen, der die Zwi­schen- und End­la­ge­rung des Strah­len­mülls ma­na­gen soll. Zu­vor hat­ten die Ener­gie­kon­zer­ne an­ge­kün­digt, den größ­ten Teil ih­rer Kla­gen ge­gen den Staat fal­len zu las­sen.

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