Hend­ricks denkt über Ab­wrack­prä­mie nach

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - WIRTSCHAFT -

BER­LIN (ras) - Bun­des­um­welt­mi­nis­te­rin Bar­ba­ra Hend­ricks (SPD) denkt of­fen­bar an ei­ne Neu­auf­la­ge der Ab­wrack­prä­mie zur För­de­rung der Elek­tro­mo­bi­li­tät. „Nicht in die­ser Le­gis­la­tur­pe­ri­ode, aber prin­zi­pi­ell ist das nicht aus­zu­schlie­ßen“, stellt die Um­welt­mi­nis­te­rin in ei­nem In­ter­view klar. „Dar­über muss je­doch nicht in den nächs­ten zwei, drei Jah­ren ent­schie­den wer­den.“Vor­aus­set­zung da­für sei aus­rei­chend er­neu­er­ba­rer Strom auf dem Markt. Das An­ge­bot an Mo­bi­li­tät müs­se sich ins­ge­samt ver­än­dern.

Hin­ter­grund ist, dass die Elek­tro­mo­bi­li­tät in Deutsch­land wei­ter schwä­chelt. Zu Jah­res­be­ginn wa­ren hier­zu­lan­de gera­de ein­mal 25 502 rei­ne Elek­tro­fahr­zeu­ge zu­ge­las­sen. Hin­zu kom­men gut 130 000 Hy­brid­mo­del­le. Im neu­en Kli­ma­schutz­plan hat sich die Re­gie­rung ver­pflich­tet, den Aus­stoß an Treib­haus­ga­sen im Ver­kehr bis zum Jahr 2030 um min­des­tens 40 Pro­zent ge­gen­über 1990 zu sen­ken. In die­sem Zu­sam­men­hang hat­te der Bun­des­rat ein Ver­bot für Fahr­zeu­ge mit Ver­bren­nungs­mo­tor ab 2030 ver­langt. Ein Vor­stoß, den Um­welt­mi­nis­te­rin Hend­ricks aus­drück­lich nicht un­ter­stützt. Sie ver­traue auf den Markt und auf den tech­ni­schen Fort­schritt, lässt die SPDPo­li­ti­ke­rin jetzt im In­ter­view wis­sen.

Ei­ne wei­te­re Mil­li­ar­den-För­de­rung für Elek­tro­au­tos in Deutsch­land – die Idee dürf­te in den Ko­ali­ti­ons­frak­tio­nen kei­ne Be­geis­te­rung aus­lö­sen. Denn die Nach­fra­ge nach der in die­sem Jahr aus­ge­lob­ten Kauf­prä­mie von 4000 Eu­ro für rei­ne Elek­tro­au­tos so­wie 3000 Eu­ro für Hy­bridfahr­zeu­ge bleibt weit hin­ter den Er­war­tun­gen zu­rück. Bis An­fang De­zem­ber wa­ren le­dig­lich 7370 An­trä­ge ge­stellt wor­den, 4173 da­von für Bat­te­rie­fahr­zeu­ge, 3195 für Plug-in-Hy­bri­de.

FO­TO: DPA

Bun­des­um­welt­mi­nis­te­rin Bar­ba­ra Hend­ricks (SPD).

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.