Eva­ku­ie­rung in Köln we­gen Flie­ger­bom­be

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - JOURNAL -

KÖLN (dpa) - Ein ICE-Bahn­hof, Tei­le der Stadt­ver­wal­tung und so­gar die RTL-Sen­de­zen­tra­le – al­le wa­ren am Mon­tag von ei­ner Bom­ben­ent­schär­fung in Köln be­trof­fen. Die Flie­ger­bom­be aus dem Zwei­ten Welt­krieg hat ei­nen Teil der Köl­ner In­nen­stadt zeit­wei­se lahm­ge­legt. Meh­re­re Tau­send Be­schäf­tig­te muss­ten im Stadt­teil Deutz ih­re Bü­ros ver­las­sen, et­wa 1100 An­woh­ner

Ver­ur­teilt we­gen Mor­des nach At­ta­cke auf Po­li­zis­ten

LIMBURG (dpa) - Weil er ei­nen Po­li­zis­ten an Weih­nach­ten 2015 im hes­si­schen Her­born er­sto­chen und des­sen Kol­le­gen schwer ver­letzt hat, muss ein 28-Jäh­ri­ger le­bens­lang in Haft. Das Land­ge­richt Limburg ver­ur­teil­te den Mann un­ter an­de­rem we­gen Mor­des und ver­such­ten Mor­des. Der Vor­sit­zen­de Rich­ter nann­te den An­griff auf die bei­den Be­am­ten „bru­tal und er­bar­mungs­los“. Der An­ge­klag­te ha­be aus „tief ver­wur­zel­ter Po­li­zei­feind­lich­keit“ge­han­delt. Der 28-Jäh­ri­ge war am Mor­gen des 24. De­zem­ber in ei­nem Re­gio­nal­zug als Schwarz­fah­rer auf­ge­fal­len. Die da­mals 46 und 47 Jah­re al­ten hin­zu­ge­ru­fe­nen Be­am­ten stie­gen in Her­born da­zu. Nach Über­zeu­gung des Ge­richts griff der An­ge­klag­te den 46-Jäh­ri­gen mit ei­nem Mes­ser un­ver­mit­telt an – der Po­li­zist starb noch am Tat­ort. Der zwei­te Be­am­te über­leb­te schwer ver­letzt. Das Ge­richt stell­te ei­ne be­son­de­re Schwe­re der Schuld fest, was ei­ne Ent­las­sung aus dem Ge­fäng­nis nach 15 Jah­ren aus­schließt. Der Mann war we­gen Ge­walt­ta­ten mehr­fach vor­be­straft.

Un­si­che­re WLAN-Rou­ter von Net­ge­ar

BER­LIN (dpa) - In WLAN-Rou­tern des Her­stel­lers Net­ge­ar klafft ei­ne schwe­re Si­cher­heits­lü­cke. Be­trof­fen sind die Mo­del­le R7000 (AC1900 Night­hawk), R6400 (AC1750) und wahr­schein­lich auch der R8000 (AC3200 Night­hawk X6), warnt ein Team der Car­ne­gie Mel­lon Uni­ver­si­ty in Pitts­burgh. Den US-Si­cher­heits­for­schern zu­fol­ge ge­nügt ein Be­such auf ei­ner ma­ni­pu­lier­ten Web­sei­te, da­mit An­grei­fer den Rou­ter über­neh­men kön­nen. Die Ex­per­ten ra­ten des­halb – falls mög­lich – die Ge­rä­te ab­zu­schal­ten und an­de­re Rou­ter zu be­nut­zen, bis es Si­cher­heits-Up­dates gibt. ih­re Woh­nun­gen. Die Deut­sche Bahn muss­te den viel be­fah­re­nen Stre­cken­ab­schnitt über die Ho­hen­zol­lern­brü­cke 35 Mi­nu­ten lang sper­ren, auch der Luf­t­raum über Deutz durf­te nicht mehr ge­nutzt wer­den. Die ame­ri­ka­ni­sche 10-Zent­ner-Bom­be war am Mor­gen auf ei­ner Bau­stel­le in der Nä­he der Köl­ner Mes­se ent­deckt wor­den. Um 15.30 Uhr war sie dann ent­schärft.

Nach U-Bahn-At­ta­cke: Ver­däch­ti­ger iden­ti­fi­ziert

BER­LIN (AFP) - Nach dem bru­ta­len Tritt in den Rü­cken ei­ner Frau in der Ber­li­ner U-Bahn, ha­ben die Er­mitt­ler ei­nen Ver­däch­ti­gen ge­fun­den, der zur­zeit ver­nom­men wird. Es hand­le sich um ei­nen der drei Be­glei­ter des Tä­ters, teilt die Ber­li­ner Staats­an­walt­schaft mit. Wei­te­re Ein­zel­hei­ten könn­ten nicht be­kannt ge­ge­ben wer­den. Die Frau war nach dem An­griff von hin­ten die Trep­pe hin­ab­ge­stürzt. Bis Mon­tag­nach­mit­tag wa­ren bei der Po­li­zei zu der Tat zehn Hin­wei­se aus der Be­völ­ke­rung ein­ge­gan­gen.

Tro­pi­scher Sturm „Var­dah“er­reicht in­di­sches Fest­land

NEU-DE­LHI (dpa) - Min­des­tens zwei Men­schen sind ge­stor­ben, als der tro­pi­sche Sturm „Var­dah“am Mon­tag das in­di­sche Fest­land er­reicht hat. Mit hef­ti­gen Re­gen­fäl­len und Wind­ge­schwin­dig­kei­ten von bis zu 120 Ki­lo­me­tern pro St­un­de traf das Zen­trum des Sturms den Süd­os­ten des Lan­des. Et­wa 17 000 Men­schen muss­ten ih­re Be­hau­sun­gen ver­las­sen und wur­den in Auf­fang­la­gern un­ter­ge­bracht.

Pro­zess um Se­xu­al­mord aus DDR-Zeit

ZWI­CKAU (dpa) - Ein Pro­zess um ei­nen Se­xu­al­mord aus der DDRZeit hat vor dem Land­ge­richt Zwi­ckau be­gon­nen. An­ge­klagt ist ein 61 Jah­re al­ter Früh­rent­ner aus Ge­ra in Thü­rin­gen. In der zum Pro­zess­auf­takt ver­le­se­nen An­kla­ge­schrift wirft die Staats­an­walt­schaft Hel­mut S. vor, im April 1987 die da­mals 18-jäh­ri­ge Hei­ke Wun­der­lich in der Nä­he der Stadt Plau­en se­xu­ell miss­braucht und ge­tö­tet zu ha­ben. „Das ist straf­bar als Mord“, sag­te der Staats­an­walt . Der Tat­ver­däch­ti­ge äu­ßer­te sich zum Pro­zess­auf­takt wie er­war­tet nicht zu den Vor­wür­fen.

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