Folk­grup­pe schafft mit Lie­dern aus al­ler Welt Ad­vents­stim­mung

Tiši­na aus Wil­helms­dorf gibt ein stim­mungs­vol­les Kon­zert mit feu­ri­gen, ge­las­se­nen und ro­man­ti­schen Rhyth­men

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - RUND UM SIGMARINGEN -

HAU­SEN AM ANDELSBACH (krö) Die ober­schwä­bi­sche Folk­grup­pe Tiši­na hat die rund 100 Gäs­te im Hau­se­ner Hirsch­saal in Ad­vents­stim­mung ver­setzt. Die Mu­si­ker ga­ben ein fa­cet­ten­rei­ches Weih­nachts­kon­zert mit Lie­dern aus al­ler Welt – auch nach drei Zu­ga­ben konn­ten die Fans von den weih­nacht­li­chen Klän­gen nicht ge­nug be­kom­men.

Ei­gent­lich heißt der ser­bi­sche Na­me der Wil­helms­dor­fer Folk­grup­pe über­setzt Stil­le oder Ru­he, doch da­von gab es bei dem vor­weih­nacht­li­chen Kon­zert gar nicht viel. Die mu­si­ka­li­sche Welt­rei­se ging rund um den Glo­bus, und an­hand der feu­ri­gen, ge­las­se­nen oder ro­man­ti­schen Rhyth­men konn­te das Ur­sprungs­land der Mu­sik häu­fig er­kannt wer­den. Me­la­nie Dre­her, Alex­an­dra Fi­scher, Chris­toph Lutz, Da­ni­el Heiß, Rein­hard Löhl und Chris­ti­an Zie­ren­berg prä­sen­tier­ten ih­ren Zu­hö­rern in ei­nem ab­wechs­lungs­rei­chen Ar­ran­ge­ment die ge­sam­te Band­brei­te ih­rer fa­cet­ten­rei­chen Mu­sik. Ob So­loo­der mehr­stim­mi­ger Ge­sang, ob a ca­pel­la oder in Be­glei­tung von In­stru­men­ten wie Har­fe, Flö­te, Vio­li­ne, Man­do­li­ne, Schel­len­baum, Glo­cken­spiel oder Bon­gos: Die au­ßer­ge­wöhn­li­che In­stru­men­ten­pa­let­te und der aus­drucks­star­ke Ge­sang in vie­len ver­schie­de­nen Spra­chen ver­zau­ber­te die Zu­hö­rer.

Je­der Vor­trag wur­de kom­men­tiert und zum Ver­ständ­nis al­ler er­klärt. „Ich kann selbst kein Fran­zö­sisch, aber ich ver­su­che so zu sin­gen, dass es sich zu­min­dest Fran­zö­sisch an­hört“, sag­te Rein­hard Löhl und kün­dig­te das Lied „No­ël Nou­ve­let“an. Alex­an­dra Fi­scher sang mit kla­rer, sanf­ter Stim­me das deut­sche Ad­vents­lied „Ma­ria durch ein Dorn­wald ging“, das ur­sprüng­lich als Wall­fahrts­lied aus dem Bis­tum Pa­der­born des 19. Jahr­hun­derts stammt. Aus Russ­land, Nor­we­gen, Ve­ne­zue­la, Bo­li­vi­en, En­g­land, Ame­ri­ka, Me­xi­ko und Spa­ni­en ka­men wun­der­ba­re Weih­nachts­me­lo­di­en mit viel Charme und Cha­rak­ter. Me­la­nie Dre­her hauch­te mit lieb­li­cher Stim­me „Lieb Nach­ti­gall wach auf “, sehr rhyth­misch wur­de es mit „She­pherds co­me quick“. Folk­lo­re aus al­ler Welt hall­te durch den Hirsch­saal, meist ging es um das Christ­kind. Ker­zen, Spe­ku­la­ti­us, Leb­ku­chen, Zimtsterne und Stroh­nüs­se zier­ten pas­send die Ti­sche und lu­den zum Zu­grei­fen ein.

Ge­nau­so in­ten­siv und stim­mungs­voll ging es nach der Pau­se wei­ter. „Mit dem nächs­ten Lied ma­chen wir ei­nen Sprung in die Ka­ri­bik“, sag­te Rein­hard Löhl und mo­de­rier­te ein sehr schwung­vol­les Stück mit Ur­laubs-Fee­ling an. Schließ­lich for­der­te das Pu­bli­kum meh­re­re Zu­ga­ben, doch nach „Si­lent in the night“und dem groo­ven­den Gos­pel­song „Nga jo jo“stimm­te Tiši­na mit dem fei­er­li­chen „Glo­ria in Ex­cel­sis Deo“den end­gül­tig letz­ten Vor­trag an, bei dem al­le Gäs­te zum Mit­sin­gen ein­ge­la­den wur­den.

Vor 27 Jah­ren grün­de­te sich die Mu­sik­grup­pe aus ei­ner Folk­lo­re­grup­pe am Wil­helms­dor­fer Gym­na­si­um. Martin Rup­pel war zu die­ser Zeit Mu­sik­leh­rer, und die Mit­glie­der der heu­ti­gen Folk­grup­pe wa­ren da­mals Schü­ler. Das be­rich­te­te der Ton­tech­ni­ker Wolf­gang Scheu­rer. Haupt­säch­lich wur­den an­fangs Volks­lie­der aus al­ler Welt ge­spielt – erst seit 1995 spie­len die Voll­blut­mu­si­ker auch Weih­nachts­lie­der.

FO­TO: CÄCILIA KRÖNERT

Mit Weih­nachts­lie­dern aus der gan­zen Welt brin­gen die Mu­si­ker von Tiši­na ad­vent­li­che Stim­mung in den Hirsch­saal.

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