Lo­cke­rung bei Im­mo­bi­li­en­kre­di­ten wohl be­schlos­sen

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - WIRTSCHAFT -

STUTT­GART (AFP) - Nach Kri­tik aus Ba­den-Würt­tem­berg, Bay­ern und Hes­sen so­wie von Sei­ten der Spar­kas­sen hat die Bun­des­re­gie­rung sich dar­auf ge­ei­nigt, um­strit­te­ne Vor­ga­ben für die Ver­ga­be von Wohn­im­mo­bi­li­en­kre­di­ten zu lo­ckern. Hür­den für äl­te­re Men­schen, Fa­mi­li­en, Zeit­ar­bei­ter und Selbst­stän­di­ge sol­len be­sei­tigt wer­den, be­rich­te­ten „Stutt­gar­ter Zei­tung“und „Stutt­gar­ter Nach­rich­ten“. Dar­auf hät­ten sich das Bun­des­fi­nanz-und das Ver­brau­cher­schutz­mi­nis­te­ri­um ge­ei­nigt. Das Ka­bi­nett sol­le in der kom­men­den Wo­che schon die Än­de­run­gen auf den Weg brin­gen.

Hin­ter­grund ist ei­ne EU-Richt­li­nie, die im März in deut­sches Recht um­ge­setzt wor­den war. Da­durch wur­de die Kre­dit­wür­dig­keits­prü­fung ver­schärft: Wer vor­aus­sicht­lich nicht ge­nü­gend Geld zur Rück­zah­lung hat oder dies zu Leb­zei­ten sta­tis­tisch ge­se­hen nicht mehr schaf­fen kann, dem dür­fen Ban­ken kei­nen Kre­dit ge­ben. Das gilt un­ab­hän­gig vom Wert der frag­li­chen Im­mo­bi­lie oder des Grund­stücks. Auch wei­te­re Vor­schrif­ten wur­den ver­schärft. Ziel der EU-Richt­li­nie ist es, Im­mo­bi­li­en­bla­sen zu ver­hin­dern. Laut Spar­kas­sen­ver­band ging die Ver­ga­be von Bau­fi­nan­zie­run­gen seit­dem deut­lich zu­rück.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.