Kon­zert am zwei­ten Weih­nachts­fei­er­tag

Ba­ro­cke Trom­pe­ten­mu­sik und weih­nacht­li­che Or­gel­wer­ke er­klin­gen in Wall­fahrts­kir­che

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - VERANSTALTUNGEN -

STEINHAUSEN (sz) - Die Mög­lich­keit auf Er­den Himm­li­sches zu er­spü­ren. Wie­der ist die be­rühm­te Wall­fahrts­kir­che Steinhausen/Bad Schus­sen­ried am zwei­ten Weih­nachts­fei­er­tag um 16 Uhr, Ort ei­nes fest­li­chen Kon­zer­tes.

An­däch­ti­ge Stil­le. Dann er­hebt sie sich, die­se gött­li­che Mu­sik, in­mit­ten der Har­mo­nie von Trom­pe­te, Or­gel und Kir­chen­raum - ein Ge­nuss. In ein­zig­ar­ti­ger Wei­se ver­bin­den sich in der „Schöns­ten Dorf­kir­che der Welt“ba­ro­cke Ar­chi­tek­tur und strah­len­der Or­gel­klang zu ei­ner voll­ende­ten Kon­zer­tat­mo­sphä­re. Der re­nom­mier­te So­lo­trom­pe­ter Clau­de Rip­pas (Zürich) und der ehe­ma­li­ge Ul­mer Müns­ter­or­ga­nist Fried­rich Frösch­le prä­sen­tie­ren ba­ro­cke Trom­pe­ten­mu­sik u.a. von Stöl­zel, Tele­mann und weih­nacht­li­che Or­gel­wer­ke aus Ba­rock und Ro­man­tik. Ei­nen wei­te­ren Hö­he­punkt bil­den die Be­ar­bei­tun­gen be­kann­ter Spi­ri­tu­als, bei de­nen Clau­de Rip­pas ne­ben der Trom­pe­te auch das Flü­gel­horn mit sei­ner wei­chen, me­di­ta­ti­ven Klang­far­be ver­wen­det. Die Trom­pe­te ist ein herr­li­ches In­stru­ment, „wenn ein gu­ter Meis­ter, der es wol und künst­lich zwin­gen und re­gie­ren kann, drü­ber kömpt“- dies wuss­te Micha­el Prae­to­ri­us schon vor über 300 Jah­ren zu be­rich­ten.

Clau­de Rip­pas und Fried­rich Frösch­le sind zwei der be­kann­tes­ten Ver­tre­ter der In­stru­men­tal­kom­bi­na­ti­on Trom­pe­te und Or­gel, auch die Kö­ni­gin der In­stru­men­te ge­nannt, die sich auf­grund ih­rer idea­len klang­li­chen Er­gän­zung und ih­res at­trak­ti­ven Re­per­toires ei­ner gro­ßen Po­pu­la­ri­tät er­freut. Clau­de Rip­pas gilt als ei­ner füh­ren­den Trom­pe­ten­so­lis­ten der Schweiz. Sei­ne künst­le­ri­sche Aus­bil­dung er­hielt er in Bern, in Zürich und in Pa­ris. Nach sei­nem Wir­ken als So­lo­trom­pe­ter nam­haf­ter Sym­pho­nie­or­ches­ter ist er heu­te als ge­frag­ter So­list tä­tig. Bis 2009 un­ter­rich­te­te er als Pro­fes­sor für Trom­pe­te und Ba­rock­trom­pe­te an der Mu­sik­hoch­schu­le Zürich.

Der Or­ga­nist Fried­rich Frösch­le be­gann sei­ne Lauf­bahn in Hei­den­heim und Augs­burg. Von 1991 bis 2009 wirk­te er als ers­ter Or­ga­nist und Kan­tor am Ul­mer Müns­ter. Sei­ne Vir­tuo­si­tät als Kon­zer­t­or­ga­nist so­wie als ge­frag­ter Duo Part­ner re­nom­mier­ter In­stru­men­tal­so­lis­ten und sein Wir­ken als Di­ri­gent gro­ßer Chor- und Orches­ter­wer­ke ist in zahl­rei­chen Rund­funk- und CD-Auf­nah­men do­ku­men­tiert. Zwei Kö­nigs­in­stru­men­te und zwei Meis­ter ih­res Fa­ches ver­spre­chen ei­ne Stern­stun­de der Trom­pe­ten- und Or­gel­mu­sik. 760 Ki­lo­me­ter lang, vier Rou­ten und über 50 Ba­ro­ck­erleb­nis­sta­tio­nen um­fasst die Ober­schwä­bi­sche Ba­rock­stra­ße.

2016 fei­ert sie ihr 50-jäh­ri­ges Be­ste­hen und ge­hört da­mit zu Deutsch­lands ers­ten Fe­ri­en­stra­ßen. Wer sich auf ei­ne Rei­se ent­lang der Ober­schwä­bi­schen Ba­rock­stra­ße be­gibt, dem er­laubt sie al­ler­or­ten ei­nen im­mer neu­en Blick auf die Be­son­der­hei­ten die­ser Rou­te: Klös­ter, Ab­tei­en und Kir­chen, prunk­vol­le Schlös­ser und Adels­sit­ze, ei­ne aus­ge­präg­te ba­ro­cke Land­schaft ge­hö­ren eben­so da­zu, wie der Klang der ba­ro­cken Or­geln, Köst­lich­kei­ten ba­ro­cker Ta­feln mit ei­nem küh­len Bier und ei­ne ganz be­son­de­re ober­schwä­bi­sche Le­bens­art - eben der Tat­sa­che, dass die Men­schen ihr Le­ben nach ba­ro­cker Art ge­nie­ßen. Kar­ten sind im Vor­ver­kauf bei der Schwä­bi­schen Zei­tung, Süd­fin­derTi­cket Te­le­fon 0751/29555777, in Bad Schus­sen­ried in der Schus­senDro­ge­rie-Schulz Kar­ten­te­le­fon: 07583/2502 so­wie ab 15 Uhr an der Ta­ges­kas­se der Wall­fahrts­kir­che er­hält­lich. Oder im In­ter­net un­ter www.die­t­i­cket­box.de; www.re­ser­vix.de.

FO­TO: VER­AN­STAL­TER

Der re­nom­mier­te So­lo­trom­pe­ter Clau­de Rip­pas (Zürich) und der ehe­ma­li­ge Ul­mer Müns­ter­or­ga­nist Fried­rich Frösch­le prä­sen­tie­ren ba­ro­cke Trom­pe­ten­mu­sik.

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