Bun­des­wehr sieht Per­so­nal­lü­cke ent­ge­gen

Al­ters­be­dingt ver­las­sen in den nächs­ten 15 Jah­ren vie­le Be­am­te die Stand­ort­grup­pe Stet­ten

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - STETTEN/LEIBERTINGEN/WALD -

STET­TEN AM KAL­TEN MARKT (sz/se­li) Sor­ge um feh­len­den Nach­wuchs, die Bün­de­lung zi­vi­ler Di­enst­pos­ten so­wie die Re­du­zie­rung der Ar­beits­zeit sind bei der Mit­glie­der­ver­samm­lung der Stand­ort­grup­pe Stet­ten a.k.M. des Ver­ban­des der Be­am­ten der Bun­des­wehr (VBB) The­ma ge­we­sen. Bun­des­vor­sit­zen­der Wolf­ram Kamm war auf Ein­la­dung zu der Ver­samm­lung ge­kom­men, um über ak­tu­el­le Ge­scheh­nis­se in der Ver­bands­po­li­tik zu spre­chen.

So ging Kamm auf die Sor­ge um den größ­ten­teils al­ters­be­ding­ten Aus­stieg von Per­so­nal in den nächs­ten 15 Jah­ren ein. Die­ser sei an­nä­hernd die Hälf­te der mo­men­ta­nen Soll­stär­ke. Auf­grund der Aus­bil­dungs­zei­ten wür­den die­se Lö­cher kaum ge­füllt wer­den. „Das ist ein Pro­blem al­ler Be­hör­den, dass es in den nächs­ten Jah­ren ei­ne Lü­cke zwi­schen den Be­am­ten ge­ben wird, die kurz vor der Pen­si­on ste­hen und de­nen, die ge­ra­de frisch an­ge­fan­gen ha­ben“, er­klärt Stand­ort­grup­pen­vor­sit­zen­der Ewald Hoff­mann auf Nach­fra­ge der Schwä­bi­schen Zei­tung. VBB for­der­te früh ent­spre­chen­de Maß­nah­men Vie­le Be­am­ten wür­den auch den Stand­ort Stet­ten a.k.M. zeit­nah ver­las­sen „und so schnell krie­gen wir den Nach­wuchs nicht“, sagt Hoff­mann. Schon lan­ge ha­be der VBB die­se Pro­ble­ma­tik be­nannt und ent­spre­chen­de Maß­nah­men ge­for­dert. Ei­ne die­ser Maß­nah­men, auch am Stand­ort Stet­ten a.k.M., sei die in­tel­li­gen­te Bün­de­lung der Di­enst­pos­ten. „Da­mit ist ge­meint, dass die Be­am­ten, die sich mo­men­tan noch im mitt­le­ren Di­enst be­fin­den, in ei­ner Aus­wahl für das Stu­di­um zum ge­ho­be­nen Di­enst mo­ti­viert wer­den“, er­klärt Hoff­mann. Denn wäh­rend ge­ra­de im mitt­le­ren Di­enst die Mas­se an Be­am­ten vor­han­den sei, be­trä­fen die al­ters­be­ding­ten Ab­gän­ge vor al­lem den ge­ho­be­nen Di­enst. Wolf­ram Kamm ging au­ßer­dem auf die Re­du­zie­rung der wö­chent­li­chen Ar­beits­zei­ten von 41 auf 40 St­un­den ein. Ent­spre­chen­de Ge­sprä­che wür­den sich die­ser For­de­rung des Ver­bands an­neh­men. Die ver­band­li­che Ar­beit hät­te ge­ne­rell ei­ne gro­ße Wir­kung auf die At­trak­ti­vi­tät des Di­ens­tes. Hier­zu ist laut Kamm ei­ne Ar­beits­grup­pe ein­ge­rich­tet wor­den, wel­che sich un­ter an­de­rem um die Be­lan­ge der Feu­er­wehr­leu­te küm­mert, eben­so wie um die Bün­de­lung der Di­enst­pos­ten im ge­ho­be­nen Di­enst. Wäh­rend der Ver­samm­lung der Stand­ort­grup­pe Stet­ten a.k.M. des VBB wur­den meh­re­re Ver­bands­mit­glie­der ge­ehrt. Für 40 Jah­re Mit­glied­schaft er­hiel­ten Sy­bil­le Vog­ler, Hart­mut Kess­ler, Wer­ner Reb­holz und Ger­hard Lux ei­ne Eh­rung. El­se Hal­el­mei­er wur­de für 15 Jah­re ge­ehrt.

FO­TO: PRI­VAT

Stand­ort­grup­pen­vor­sit­zen­de Ewald Hoff­mann (von links) mit den Geehr­ten Ger­hard Lux, Sy­bil­le Vog­ler, Wer­ner Reb­holz, El­se Ha­sel­mei­er, Hart­mut Kess­ler und der Bun­des­vor­sit­zen­de Wolf­ram Kamm.

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