Mehr als je­der drit­te Wald­baum ist krank

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - WIR IM SÜDEN -

STUTT­GART (lsw) - Dem Wald im Süd­wes­ten geht es im­mer noch nicht bes­ser. Mehr als je­der drit­te Baum hat deut­li­che Schä­den, wie aus dem Wald­zu­stands­be­richt 2016 her­vor­geht. Eben­falls nur je­der drit­te Wald­baum ist ganz oh­ne Schä­den. Der Zu­stand des Wal­des bleibt da­mit schlech­ter als in den 1990er-Jah­ren, als der Be­griff „Wald­ster­ben“Kon­junk­tur hat­te. Un­ter dem Strich hat sich der Zu­stand des Wal­des nach An­ga­ben von Forst­mi­nis­ter Pe­ter Hauk (CDU) im Ver­gleich zu 2015 kaum ge­än­dert.

Sor­gen­kind bliebt die Esche, de­ren Si­tua­ti­on als dra­ma­tisch be­schrie­ben wird. 95 Pro­zent der

AfD-Kan­di­da­tin für Ver­fas­sungs­ge­richt ge­wählt

STUTT­GART (lsw) - Die von der AfD vor­ge­schla­ge­ne Kan­di­da­tin für das Amt ei­ner Lai­en­rich­te­rin am Ver­fas­sungs­ge­richts­hof ist erst im zwei­ten An­lauf im Land­tag ge­wählt wor­den. Im ers­ten, ge­hei­men Wahl­gang gab es für die Be­wer­be­rin Ro­sa-Ma­ria Rei­ter am Mitt­woch in Stutt­gart nicht die nö­ti­ge Mehr­heit. Der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de der Al­ter­na­ti­ve für Deutsch­land (AfD), Jörg Meu­then, be­an­trag­te dar­auf­hin ei­nen zwei­ten Wahl­gang. Hier be­kam Rei­ter von 133 ab­ge­ge­be­nen Stim­men 53 Ja-Stim­men und 40 Nein-Stim­men bei 39 Ent­hal­tun­gen und ei­ner un­gül­ti­gen Stim­me. Da­mit ist sie ge­wählt, weil sie le­dig­lich mehr Ja- als Nein-Stim­men auf sich ver­ei­nen muss­te. Der Pos­ten steht der AfD we­gen der Mehr­heits­ver­hält­nis­se im Land­tag zu. Eschen (Fo­to: dpa) sind von ei­nem Pilz be­fal­len – „und wer­den Zug um Zug ab­ster­ben“, heißt es. Ei­ne Be­kämp­fung sei nicht mög­lich. Ba­den-Würt­tem­berg ist das Bun­des­land mit dem höchs­ten Eschen­vor­kom­men, vor al­lem in der Ober­rhein­ebe­ne und auf der Schwä­bi­schen Alb.

Ein Pro­blem­fall ist auch die Bu­che. Beim nach der Fich­te zweit­häu­figs­ten Wald­baum ist ein Hang zu sehr star­ker Frucht­aus­bil­dung zu be­ob­ach­ten, was zu ei­ner Schwä­chung der Bäu­me führt. Die Fol­ge: Die Blät­ter wer­den klei­ner, der Holz­zu­wachs geht zu­rück. Ex­per­ten wer­ten die­se Ent­wick­lung als Fol­ge des Kli­ma­wan­dels.

Land ruft Mit­tel für Stra­ßen­bau nicht ab

STUTT­GART (lsw) - Ba­den-Würt­tem­berg lässt in die­sem Jahr 25 Mil­lio­nen Eu­ro an Bun­des­mit­teln für den Fern­stra­ßen­bau un­ge­nutzt. Das be­rich­ten „Heil­bron­ner Stim­me“und „Mann­hei­mer Mor­gen“. Ins­ge­samt hat der Bund dem Süd­wes­ten 2016 dem­nach rund 789 Mil­lio­nen Eu­ro zur Ver­fü­gung ge­stellt. Das Geld kann für Au­to­bah­nen oder Bun­des­stra­ßen, al­so für Fahr­bah­nen, Tun­nel oder Brü­cken, ver­plant wer­den. Das Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um woll­te kei­nen Kom­men­tar zu der Hö­he der nicht ab­ge­ru­fe­nen Mit­tel ab­ge­ben. Ein Spre­cher be­ton­te, dass sich das Land nicht ab­ge­ru­fe­ne Bun­des­mit­tel im neu­en Jahr zu­rück­ho­len kön­ne. Geld, das 2016 nicht ge­nutzt wird, könn­te al­so auch spä­ter noch in den Stra­ßen­bau flie­ßen.

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