Ka­bi­nett be­schließt Bund-Län­derFi­nanz­pakt

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

BER­LIN (dpa) - Die Fi­nanz- und Ver­wal­tungs­be­zie­hun­gen zwi­schen Bund und Län­dern wer­den um­fas­send neu ge­re­gelt. Am Mitt­woch hat das Bun­des­ka­bi­nett in Ber­lin die nö­ti­gen Än­de­run­gen des Grund­ge­set­zes und wei­te­re Ge­set­zes­plä­ne be­schlos­sen. Ab 2020 er­hal­ten die Län­der jähr­lich 9,751 Mil­li­ar­den Eu­ro vom Bund. Das ist mehr als bis­her. Der Bund be­kommt im Ge­gen­zug mehr Ein­griffs­rech­te – et­wa bei Fern­stra­ßen, in der Steu­er­ver­wal­tung, bei In­ves­ti­tio­nen in Schu­len so­wie On­line-Assnge­bo­ten. End­gül­tig ver­ab­schie­det wer­den soll der neue Fi­nanz­pakt von Bun­des­tag und Bun­des­rat im kom­men­den Früh­jahr. Die gel­ten­den Re­ge­lun­gen des Fi­nanz­aus­gleichs lau­fen 2019 aus. Der Län­der­fi­nanz­aus­gleich im en­ge­ren Sin­ne wird in sei­ner der­zei­ti­gen Form ab­ge­schafft.

Der Bund er­hält un­ter an­de­rem die al­lei­ni­ge Ver­ant­wor­tung für Pla­nung, Bau, Be­trieb, Er­hal­tung, Fi­nan­zie­rung und Ver­wal­tung der Bun­des­au­to­bah­nen. Das un­ver­äu­ßer­li­che Ei­gen­tum an Stre­cken­netz und der Ge­sell­schaft pri­va­ten Rechts wird im Grund­ge­setz ver­an­kert. Zu­gleich wird der Sta­bi­li­täts­rat ge­stärkt. Er soll auch die Ein­hal­tung der Schul­den­brem­se durch Bund und Län­der über­wa­chen.

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