Nach­wuchs­mu­si­ker er­freu­en ein auf­merk­sa­mes Pu­bli­kum

Blä­ser­ju­gend der Mu­sik­ka­pel­le Rul­fin­gen glänzt beim Vor­spiel­nach­mit­tag in der „Al­ten Kir­che“

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - RULFINGEN -

(bay) - Da staun­ten El­tern, Groß­el­tern und das ge­sam­te Pu­bli­kum nicht schlecht, wie präch­tig und selbst­be­wusst der kom­plet­te Nach­wuchs aus den Rei­hen der Mu­sik­ka­pel­le Rul­fin­gen mit ih­rer Di­ri­gen­tin Ma­ri­on Cam­p­reg­her zum Vor­spiel­nach­mit­tag in der Al­ten Kir­che auf­ge­stellt war. Rasch wur­de deut­lich, dass die zahl­rei­chen Lehr­kräf­te von der Ju­gend­mu­sik­schu­le Men­gen mit ih­rem lei­ten­den Mu­sik­di­rek­tor Hel­mut Mül­ler ei­nen Lö­wen­an­teil an dem star­ken Auf­tritt der Jung­blä­ser ha­ben.

Es gab kei­ne Trä­nen. Dies ist si­cher ein ganz ent­schei­den­der Aspekt bei die­ser Vor­spiel­ak­ti­on ge­we­sen, denn al­le Jung­mu­si­ker zeig­ten sich in ei­ner er­staun­lich ru­hi­gen Ver­fas­sung. Et­wai­ges Lam­pen­fie­ber war schnell ver­flo­gen und kei­ne und kei­ner blieb im Dschun­gel der No­ten ste­cken. Im­mer wie­der braus­te an­er­ken­nen­der Bei­fall auf. Ralf Lo­renz führt Re­gie In über­le­ge­ner Ma­nier mo­de­rier­te Ve­re­na Moll ge­schickt und wohl­wol­lend den ers­ten öf­fent­li­chen Auf­tritt in ih­rem Le­ben. Un­ter den Gäs­ten weil­ten so­wohl Orts­vor­ste­her Man­fred Moll als auch Eh­ren­mit­glied Franz Eber­le. Im Hin­ter­grund führ­te der Vor­sit­zen­de des Mu­sik­ver­eins, Ralf Lo­renz, mit ei­nem en­ga­gier­ten Team von jun­gen Frau­en und Män­nern Re­gie.

Die Ju­gend­ka­pel­le Rul­fin­gen ließ zum Auf­takt die „Eu­ro­pa Hym­ne“er­klin­gen. Spä­tes­tens bei der Pas­sa­ge „Freu­de schö­ner Göt­ter­fun­ken“, summ­ten, ja san­gen so­gar zum Teil et­li­che An­we­sen­de die­se zeit­lo­se Kom­po­si­ti­on von Lud­wig van Beet­ho­ven mit. Mit dem zwei­ten Stück „Al­le Jah­re wie­der“wur­de es be­reits weih­nacht­lich in der Al­ten Kir­che.

Ins­ge­samt wa­ren es acht Ka­te­go­ri­en, die mit Blas­mu­sik­in­stru­men­ten be­setzt wa­ren; nicht zu ver­ges­sen ei­ne neun­te Ab­tei­lung, näm­lich die Schlag­wer­ke. In der Ju­gend­ka­pel­le mu­si­zie­ren mo­men­tan 23 Mu­si­kan­ten im Alter zwi­schen sechs und sieb­zehn Jah­ren. Die Band­brei­te der auf­ge­führ­ten Kom­po­si­tio­nen und ent­spre­chend der Jah­res­zeit im­mer wie­der be­sinn­li­che Ad­vents- und Weih­nachts­lie­der, ge­fie­len ei­nem be­geis­tert mit­fie­bern­den und mit­ge­hen­den Pu­bli­kum aus­nahms­los. So wa­ren es zwei Block­flö­ten­spie­le­rin­nen, die mit dem Lied „Wir sa­gen euch an den lie­ben Ad­vent“, den bun­ten Rei­gen der Ein­zel­vor­trä­ge be­gan­nen; die wei­te­ren For­ma­tio­nen tra­ten meist im Du­ett oder als Trio auf. Lob für be­stan­de­ne Prü­fun­gen Zu hö­ren wa­ren in Fol­ge die Blas­in­stru­men­te Qu­er­flö­te, Trom­pe­te, Kla­ri­net­te, Sa­xo­phon, Po­sau­ne, Te­nor­horn und nicht zu­letzt die Schlag­wer­ke, sprich Schlag­zeug in ers­ter Li­nie. Ein äu­ßerst auf­merk­sa­mes Pu­bli­kum nahm je­den Ein­zel­auf­tritt mit gro­ßen Er­war­tun­gen aber auch mit Span­nung auf, um am En­de herz­li­chen, zum Teil aber auch stür­mi­schen Bei­fall zu ge­ben.

Dies mach­te auf den Nach­wuchs sicht­li­chen Ein­druck, weil fort­an al­le De­büts mit der­art viel Ap­plaus be­dacht wur­den. Lob und An­er­ken­nung gab es auch für die Ab­sol­ven­ten, wel­che die D1- und D2-Prü­fun­gen mit Er­folg be­stan­den hat­ten. Zwei Mu­sik­stü­cke hat­te die Ju­gend­ka­pel­le am En­de noch auf La­ger, näm­lich von Lu­i­gi di Ghi­sal­lo den „Co­co­nut Song“und den Ti­tel „Siya­ham­ba.“Die­se bei­den tem­pe­ra­ment­vol­len, rhyth­mi­schen Stü­cke, for­der­ten das Pu­bli­kum noch zu zwei wei­te­ren Zu­ga­ben ge­ra­de­zu her­aus. Ein ge­müt­li­cher Aus­klang bei Kaf­fee und Ku­chen schloss sich an.

FO­TO: BAY

Leh­rer und Schü­ler ha­ben Freu­de am Schlag­zeug­spie­len.

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