Am fal­schen En­de ge­spart

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - WIR IM SÜDEN - Von Kat­ja Korf

Über­be­setzt, zu teu­er, nicht ef­fi­zi­ent: Lan­ge war es op­por­tun, in na­he­zu al­len po­li­ti­schen La­gern beim öf­fent­li­chen Di­enst zu spa­ren. Das hat­te zum Teil durch­aus sei­ne Be­rech­ti­gung. Die Ver­wal­tung muss es sich ge­fal­len las­sen, nach ih­rer Pro­duk­ti­vi­tät und Bür­ger­freund­lich­keit ge­fragt zu wer­den. An­ge­sichts öf­fent­li­cher Schul­den­ber­ge dür­fen Spar­be­mü­hun­gen nicht in den ei­ge­nen Bü­ros ei­ner Re­gie­rung en­den.

Al­ler­dings zeigt sich, dass im ver­gan­ge­nen Jahr­zehnt Per­so­nal ge­kürzt wur­de, das drin­gend nö­tig wä­re. Die Stra­ßen­bau­ver­wal­tung ist ei­nes der Bei­spie­le. Dem Land ent­geht Geld, weil Mit­ar­bei­ter feh­len. Ve­te­ri­när­äm­ter und Ge­wer­be­auf­sicht sind un­ter­be­setzt, kön­nen ih­ren Kon­troll­auf­ga­ben nicht mehr sinn­voll nach­kom­men.

Bay­ern ist in sol­chen Schlüs­sel­be­rei­chen der Ver­wal­tung deut­lich bes­ser auf­ge­stellt – und pro­fi­tiert. Grü­ne und CDU ha­ben ver­ab­re­det, bis 2021 rund 5000 Jobs in der Lan­des­ver­wal­tung zu strei­chen. Sie soll­ten ge­nau in den Frei­staat schau­en, wenn sie nicht an der fal­schen Stel­le kür­zen wol­len. k.korf@schwa­ebi­sche.de

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