Res­t­ri­si­ko trägt der Steu­er­zah­ler

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND - Von Ras­mus Buch­stei­ner po­li­tik@schwa­ebi­sche.de

Die­ser De­al kann sehr teu­er wer­den. Aber Al­ter­na­ti­ven wä­ren kaum güns­ti­ger aus­ge­fal­len. Die Atom­müll-Haf­tung bei den zu­letzt tau­meln­den Ener­gie­rie­sen zu be­las­sen, ist je­den­falls kei­ne ernst­haf­te Op­ti­on ge­we­sen. Zu an­ge­schla­gen wa­ren die Kon­zer­ne. Nie­mand hät­te ga­ran­tie­ren kön­nen, dass ih­re Mil­li­ar­den-Rück­stel­lun­gen auch noch in 20 Jah­ren si­cher und ver­füg­bar sein wür­den. In­sol­venz-Sze­na­ri­en mit dem Ri­si­ko ei­nes To­tal­aus­falls, die zeit­wei­se die Run­de mach­ten, wa­ren zu­min­dest nicht völ­lig un­be­grün­det.

In­so­fern ist die­ser Ver­such ei­ner fai­ren Las­ten­tei­lung rich­tig, be­deu­tet er doch für Staat und Steu­er­zah­ler das ge­rin­ge­re Übel. Wer den De­al al­lein als gol­de­nen Hand­schlag für die Kon­zer­ne sieht, macht es sich zu ein­fach. Die Un­ter­neh­men, die jahr­zehn­te­lang mit ih­ren ab­ge­schrie­be­nen Mei­lern er­heb­li­che Ge­win­ne ein­ge­stri­chen ha­ben, blei­ben in der Ver­ant­wor­tung für die Kos­ten für Still­le­gung und Rück­bau der Kern­kraft­wer­ke so­wie die si­che­re Ver­pa­ckung des Atom­mülls. Wenn die Mil­li­ar­denRück­stel­lun­gen nicht rei­chen, um die End­la­ge­rung zu fi­nan­zie­ren, muss der Staat ein­sprin­gen. Wie groß die Kos­ten aus­fal­len, wird ins­be­son­de­re da­von ab­hän­gen, wie schnell es ge­lingt, bei der Su­che nach ei­nem ato­ma­ren End­la­ger zu ei­ner Ent­schei­dung zu kom­men.

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