Er­folg für Fest­spie­le im Wa­gner-Pro­zess

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - KULTUR -

BAY­REUTH (dpa) - Die An­ge­hö­ri­gen von Wie­land Wa­gner ha­ben im Rin­gen um Ein­fluss auf dem Grü­nen Hü­gel in Bay­reuth ei­ne ju­ris­ti­sche Nie­der­la­ge er­lit­ten. Das Land­ge­richt Bay­reuth wies die Kla­ge von Wie­lands Toch­ter Ni­ke Wa­gner, ih­ren Ge­schwis­tern und ih­rer Tan­te Ve­re­na Laf­fer­entz-Wa­gner am Mitt­woch ab. In dem Streit des Wie­lan­dStam­mes ge­gen die Richard-Wa­gnerStif­tung und die Bay­reu­ther Fest­spie­le Gm­bH ging es um den Miet­ver­trag des Fest­spiel­hau­ses – und um das Pro­ze­de­re, wie die Fest­spiel­lei­tung be­stimmt wird. Hintergrund: Das be­rühm­te Opern­ge­bäu­de ge­hört der Stif­tung. In de­ren Rat sitzt auch die Fa­mi­lie Wa­gner, aber Bund und Frei­staat Bay­ern ha­ben dort die Mehr­heit. Die Stif­tung hat das Haus bis zum Jahr 2040 an die Fest­spie­le Gm­bH ver­mie­tet, zu de­ren Ge­sell­schaf­tern wie­der­um Bund und Frei­staat ge­hö­ren. Auf­grund der aus­ge­han­del­ten De­tails kön­nen Bund und Land da­her nun fast al­lein über die Fest­spiel­lei­tung ent­schei­den – zum Är­ger des Wie­land-Stam­mes.

Das Ge­richt ging je­doch nicht da­von aus, dass der Miet­ver­trag da­zu dien­te, die Klä­ger zu schä­di­gen, sag­te der Rich­ter in sei­ner Ur­teils­be­grün­dung. Der Ver­trag sei al­ler­dings schwe­bend un­wirk­sam, weil in ei­ner Ne­ben­re­ge­lung ei­ne Un­ter­schrift ei­nes Stif­tungs­ver­tre­ters fehlt.

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