Ge­mein­de Bin­gen ver­zich­tet auf Smart­pho­ne-App

Der In­ter­net­auf­tritt soll aber auf den neu­es­ten Stand ge­bracht wer­den

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - RUND UM SIGMARINGEN -

BIN­GEN (sr) - Ak­tu­ell ist die Fir­ma Ci­ty Hub Soft­fo­lio aus Schram­berg in den Ge­mein­den des Land­krei­ses un­ter­wegs, um ih­nen ei­ne Smart­pho­neApp für Ge­mein­den vor­zu­stel­len. Die­se wur­de in Zu­sam­men­ar­beit mit dem Ge­mein­de­tag Ba­den-Würt­tem­berg ent­wi­ckelt. Der Bin­ger Ge­mein­de­rat hat das An­ge­bot jetzt ein­stim­mig ab­ge­lehnt. Es hät­te ein­ma­lig 1000 Eu­ro, im zwei­ten Jahr wei­te­re 1000 Eu­ro und an­schlie­ßend jähr­lich 600 Eu­ro ge­kos­tet. Statt­des­sen soll der In­ter­net­auf­tritt der Ge­mein­de auf den neu­es­ten tech­ni­schen Stand ge­bracht wer­den.

Der Vor­teil der App sei die Ein­füh­rung ei­ner zu­sätz­li­chen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mög­lich­keit der Bür­ger mit der Ver­wal­tung. Ein ge­fähr­li­ches Schlag­loch, wil­de Müll­ab­la­ge­run­gen, ei­ne de­fek­te Stra­ßen­be­leuch­tung: All das könn­ten Bür­ger so­fort über die Ci­ty-Hub-App über das Smart­pho­ne an das Rat­haus mel­den. Auf der Fir­men­home­page wirbt der An­bie­ter auch mit der Er­leich­te­rung für Tou­ris­ten, die sich mit der her­un­ter­ge­la­de­nen App gleich bes­ser zu­recht­fin­den und sich In­for­ma­tio­nen über die Ge­mein­de ho­len könn­ten.

Bür­ger­meis­ter Jo­chen Fet­zer äu­ßer­te sei­ne Be­den­ken be­züg­lich des Be­treu­ungs­be­darfs, den die­se zu­sätz­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mög­lich­keit mit sich brin­ge. Käm­me­rer Ro­bert Kro­mer hat­te be­züg­lich der App re­cher­chiert und fest­ge­stellt, dass die Ant­wort, die ein Bür­ger auf ei­nen ge­mel­de­ten Miss­stand er­hal­ten soll, oft ver­spä­tet oder gar nicht kommt. Ge­nau da sah auch Fet­zer das Pro­blem: „Bei ei­ner Ver­wal­tung mit sechs Per­so­nen ist es nicht mög­lich, dass ei­ner stän­dig die App be­treut“, sag­te er. „Wir hal­ten un­se­re Home­page über un­se­ren Ad­mi­nis­tra­tor Ro­bert Kro­mer im­mer auf dem ak­tu­el­len Stand.“Au­ßer­dem funk­tio­nie­re der kur­ze Di­enst­weg sehr gut, „ein An­ruf im Rat­haus ge­nügt“.

Im Land­kreis ha­ben Beu­ron, Het­tin­gen und Wald die Ein­füh­rung der App po­si­tiv be­schie­den, aber die meis­ten Land­kreis­ge­mein­den wür­den die­ses In­stru­ment in ab­seh­ba­rer Zeit nicht ein­füh­ren, führ­te Fet­zer wei­ter aus. Lan­des­weit sei­en ak­tu­ell 39 Ge­mein­den nach An­ga­ben der Fir­ma Teil­neh­mer. Home­page soll ih­re An­sicht künf­tig dem End­ge­rät an­pas­sen Fet­zer schlug vor, die Home­page der Ge­mein­de zu op­ti­mie­ren und auf den neu­es­ten Stand der Tech­nik zu brin­gen. Ak­tu­ell ist die Sei­te nur auf die PC-Va­ri­an­te aus­ge­legt. Mit dem Home­page­ent­wick­ler Ste­fan Ko­wal­ski soll sie nun da­hin­ge­hend ent­wi­ckelt wer­den, dass sie das End­ge­rät er­kennt und die Darstel­lung ge­ge­be­nen­falls auf dem Smart­pho­ne oder Ta­blet an­passt. Ein­stim­mig folg­te das Gre­mi­um dem Vor­schlag, die Ein­füh­rung der Smart­pho­ne-App nicht wei­ter zu ver­fol­gen und für das kom­men­de Jahr 3000 Eu­ro für die Op­ti­mie­rung und An­pas­sung der Ge­mein­de-Home­page in den Haus­halt ein­zu­stel­len.

FO­TO: RÖSCH

Die mo­bi­le An­sicht der In­ter­net­sei­te soll auf Smart­pho­nes künf­tig an­ge­passt er­schei­nen.

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