Br­ex­it: EU-Staa­ten set­zen Leit­li­ni­en fest

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

BRÜS­SEL (dpa) - Beim EU-Gip­fel der 28 Staats- und Re­gie­rungs­chefs ging es um et­li­che heik­le Streit­punk­te. Bei der Mi­gra­ti­ons- und Asyl­po­li­tik sind sich die Staa­ten nur ei­nig dar­in, die il­le­ga­le Mi­gra­ti­on so stark wie mög­lich ein­zu­schrän­ken. Des­we­gen be­kann­ten sie sich trotz der Span­nun­gen mit der Tür­kei zum Flücht­lings­pakt. Die Un­ter­stüt­zung für die Part­ner­schafts­ab­kom­men mit afri­ka­ni­schen Staa­ten wur­de be­kräf­tigt. Ein Mecha­nis­mus zur fai­ren Ver­tei­lung von Schutz­be­dürf­ti­gen, die in der EU an­kom­men, ist nicht in Sicht. Ost­eu­ro­päi­sche Län­der wie Un­garn sind strikt da­ge­gen.

Beim The­ma Sy­ri­en wird Russ­land in der Ab­schluss­er­klä­rung zwar mit deut­li­chen Wor­ten ei­ne Mit­ver­ant­wor­tung für An­grif­fe auf Zi­vil­per­so­nen und Kran­ken­häu­ser in Alep­po vor­ge­wor­fen. Von mög­li­chen Straf­maß­nah­men ist aber nicht die Re­de.

Bei den 2017 an­ste­hen­den Ver­hand­lun­gen über den Aus­tritt Groß­bri­tan­ni­ens sol­len die EU-Staa­ten Leit­li­ni­en für den Schei­dungs­ver­trag auf­set­zen, die Ver­hand­lun­gen selbst führt die EU-Kom­mis­si­on. Das Eu­ro­pa­par­la­ment wird dem­nach nicht di­rekt an den Ver­hand­lun­gen be­tei­ligt. Der Br­ex­it-Ver­hand­lungs­füh­rer der Uni­on wird le­dig­lich auf­ge­for­dert, das EU-Par­la­ment „um­fas­send und re­gel­mä­ßig zu in­for­mie­ren“.

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