Ban: „Alep­po ist in­zwi­schen ein Syn­onym für Höl­le“

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

Sy­ri­ens Re­gie­rung hat die Eva­ku­ie­rung in den Ge­bie­ten der Auf­stän­di­schen im Os­ten der Stadt Alep­po nur ei­nen Tag nach Be­ginn ge­stoppt. Die Re­gie­rung in Da­mas­kus und die Op­po­si­ti­on ga­ben sich ge­gen­sei­tig die Schuld. Russ­land als Ver­bün­de­ter Sy­ri­ens er­klär­te den Trans­port von Kämp­fern und de­ren Fa­mi­li­en aus Ost-Alep­po für be­en­det. Die sy­ri­sche Ar­mee ha­be zu­dem ih­ren Ein­satz zur Rück­er­obe­rung der Ge­bie­te ab­ge­schlos­sen, teil­te das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um in Mos­kau mit. Der schei­den­de UN-Ge­ne­ral­se­kre­tär Ban Ki-moon sag­te, „Alep­po ist in­zwi­schen zu ei­nem Syn­onym für Höl­le ge­wor­den“. Bei sei­ner letz­ten Pres­se­kon­fe­renz mein­te Ban: „Das Blut­bad in Sy­ri­en bleibt ein klaf­fen­des Loch im glo­ba­len Ge­wis­sen.“Er be­ob­ach­te „feh­len­de So­li­da­ri­tät, feh­len­des Mit­ge­fühl“im Hin­blick auf Sy­ri­en. Hun­der­ten ver­blie­be­nen Kin­dern im Os­ten Alep­pos droht laut Unicef der Tod, wenn sie die Stadt nicht so­fort ver­las­sen. „Hun­der­te von ver­letz­li­chen Kin­dern, dar­un­ter auch Wai­se, sind im­mer noch in der Stadt ge­fan­gen“, sag­te der Chef des UN-Kin­der­hilfs­werks, Ant­ho­ny La­ke. Mehr als 2700 Kin­der sei­en zu­letzt aus Ost-Alep­po her­aus­ge­bracht wor­den. (dpa/KNA)

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